Diskussion um berüchtigte Kurvenkombination

Todeskurve Eau Rouge soll umgebaut werden

Lando Norris bei der Anfahrt auf die Eau Rouge
Lando Norris bei der Anfahrt auf die Eau Rouge
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29. August 2021 - 21:03 Uhr

Ort spektakulärer Unfälle

Eau Rouge - fast jeder Motorsport-Fan kennt sie, die berühmt-berüchtigte Kombination der Kurven 3, 4 und 5 auf dem Circuit de Spa-Francorchamps, eine der Streckenteile, die den besonderen Reiz des knapp 7 Kilometer langen Berg- und Tal-Kurses in den Ardennen ausmacht. Doch die Hochgeschwindigkeitspassage ist auch extrem gefährlich, immer wieder verunglückten hier Fahrer tödlich, immer wieder kam es hier zu spektakulären Unfällen.

Unfälle befeuern Diskussion

An diesem Formel-1-Wochenende flog etwa McLaren-Pilot Lando Norris im Qualifying in der Eau Rouge ab. Der Brite kam glücklicherweise mit dem Schrecken und einigen kleineren Blessuren davon. Der Norris-Crash hat die Diskussion um die Todeskurve erneut befeuert, zumal es auch in den Rahmen-Rennen dort mehrmals heftig krachte.

Die Veranstalter wollen nun offenbar reagieren: Die Eau Rouge soll demnach noch in diesem Jahr umgebaut werden, unter anderem sollen größere Auslaufzone geschaffen werden, die Reifenstapel durch moderne Safer Barriers oder TecPro-Banden ersetzt werden.

Hamilton: Eau Rouge soll bleiben, wie sie ist

Maßnahmen, die viele Fahrer befürworten würden. Die Änderungen sähen "sehr gut aus" meinte der Red-Bull-Star Max Verstappen, das werde die Situation in Eau Rouge "wesentlich verbessern". "Wir müssen das definitiv besser lösen", sagte Teamkollege Sergio Perez. Und auch Ungarn-Überraschungssieger Esteban Ocon vom Alpine-Team bestätigte: "Wir müssen etwas tun, um diese Kurve sicherer zu machen."

Weltmeister Lewis Hamilton sieht das anders. Das Geld für den Umbau könne man sich sparen, meinte der Mercedes-Mann. Während es Freien Trainings hatte er sich allerdings über eine Bodenwelle in der Anfahrt auf die Passage beschwert. "Diese Bodenwelle müssten sie einfach rausnehmen und Eau Rouge so lassen, wie es ist", sagte Hamilton.