Tinder für die Hundewelt

Doch wer trifft bei Patzo wen?

Viele Menschen wünschen sich einen Hund, haben aber in ihrer Wohnung nicht genügend Platz. Andere suchen jemanden, der ab und an mit ihrem Hund Gassi geht. Die App Patzo möchte diese Menschen zusammenbringen.
Viele Menschen wünschen sich einen Hund, haben aber in ihrer Wohnung nicht genügend Platz. Andere suchen jemanden, der ab und an mit ihrem Hund Gassi geht. Die App Patzo möchte diese Menschen zusammenbringen.
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22. Juni 2021 - 16:13 Uhr

Start-up entwirft Patzo-App

Tinder ist die weltweit bekannteste App, um Leute kennenzulernen. Ein Start-up aus Würzburg hat sich die Dating-App zum Vorbild genommen und eine entsprechende App für Hunde konzipiert. Doch wer trifft bei Patzo eigentlich wen?

Patzo vermittelt Hundepaten

Gedacht ist die App für Hundeliebhaber. Nutzen kann sie jeder, unabhängig davon, ob er oder sie selbst einen Hund besitzt oder nicht. Denn über Patzo werden Hundepaten vermittelt. Die Idee kam den Gründern während ihres Studiums: "Wir selber hatten damals keine Möglichkeit, einen Hund zu halten. Deshalb haben wir uns um Hunde aus der Familie und von Freunden gekümmert. So sind wir auf die Idee gekommen, Hundelose und Herrchen zusammenzubringen", erzählt Mitgründer Marcel Wittstadt.

Wer also keinen eigenen Hund besitzt, aber beispielsweise einen zum Gassigehen sucht, kann die App Patzo für seine Suche nutzen. In dem Fall werden dem User dann ausschließlich Tierfotos angezeigt. Umgekehrt können Hundebesitzer, die wenig Zeit haben und sich freuen würden, wenn jemand mit ihrem Hund eine Runde drehen würde, mit einem Foto ihres Lieblings gezielt nach einem Hundepaten suchen.

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Swipen Pate und Hundebesitzer nach rechts, hat man ein Match

Die Nachfrage nach solchen Paten könnte laut Wittstadt vor allem in der nächsten Zeit ansteigen. "In der Pandemie haben sich viele Menschen einen Hund zugelegt, oftmals nicht ausreichend gut überlegt. Wenn nun das normale Leben mit Präsenz im Büro und ähnlichem wieder startet, könnten Betreuungsprobleme auftreten."

Für potentielle Hundepaten gilt: Die Hunde, die einem gefallen, swipet man nach rechts, die anderen nach links. Swipet das Gegenüber ebenfalls nach rechts, hat man ein Match und kann sich verabreden.

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"Ziel ist, dass wir bald in ganz Deutschland verfügbar sind"

Praktisch: In der App wird angezeigt, wie weit der Hund jeweils entfernt wohnt. Demnach können sich Hundepaten auch gezielt Hunde in der Nähe aussuchen. Die Hundehalter wiederum können in der App vermerken, wie temperamentvoll ihr Hund ist oder wie häufig Paten mit dem Hund spazieren gehen sollten. Eine klassische Win-Win-Situation also für Herrchen und Paten.

Derzeit hat Patzo in Berlin und Würzburg etwa 2.000 Nutzer. "Das Ziel ist es, dass wir bald auch in ganz Deutschland verfügbar sind", sagt Wittstadt.

Die App gibt es sowohl für ios als auch für Android kostenlos im App-Store. (nri)

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