Tierquälerei: CDU-Politiker Kai Wegner fordert Gefängnisstrafen

07. Dezember 2015 - 16:45 Uhr

"Tiere sind Lebewesen und keine Sachen"

Der kleine Jack Russel hat schwere Verletzungen am Auge, eine Gehirnerschütterung und ihm fehlt ein Zahn – im Netz ist ein Video aufgetaucht, das schreckliche Tierquälerei dokumentiert. Keine Seltenheit. In Berlin legen Unbekannte derzeit vermehrt Köder mit Rasierklingen, Schnüren oder sogar Rattengift aus, die lebensbedrohliche Folgen für Tiere, insbesondere für Hunde, haben. Angesichts dieser Verbrechen fordert der CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Wegner nun höhere Strafen für Tierquäler.

CDU-Politiker fordert härtere Strafen für Tierquäler.
Tierquälerei soll härter bestraft werden.
© picture alliance / dpa, David Tesinsky

"Tiere sind Lebewesen und keine Sachen. Sie haben eine Würde und dürfen nicht heimtückisch gequält oder umgebracht werden", schreibt der Berliner Politiker auf seiner Homepage. Wer Tiere quält, der muss ins Gefängnis, so seine Forderung. "Laut Tierschutzgesetz können Tierquäler bis zu drei Jahre ins Gefängnis geschickt werden. Aber die Abschreckung funktioniert nicht, wenn fast immer nur Geldstrafen verhängt werden. Die Richter müssen den Strafrahmen stärker ausschöpfen."

Spandauer CDU fordert Aktionsprogramm gegen Tierquäler

Wegner, der selbst Hundebesitzer ist, will daher aktiv werden: "Ich werde Justizminister Maas dazu auffordern, in besonders schweren Fällen die Strafandrohung zwingend zu verschärfen. Gefängnisstrafen dürfen dann nicht mehr die Ausnahme sein."

Auch im Spandauer Bezirksparlament hat die CDU-Fraktion den Tierquälern den Kampf angesagt. In einem Antrag fordert die Partei ein Aktionsprogramm 'Spandau gegen Tierquäler'. Dieses soll mindestens eine verstärkte Präsenz des Ordnungsamtes in Spandaus Grünanlagen, eine zentrale Meldestelle für ausgelegte Köder sowie amtliche Warnhinweise vor Gefahrenstellen beinhalten.

"Die CDU-Fraktion Spandau will nicht mehr länger tatenlos zusehen, wie hier Hundehasser ihr Unwesen treiben", erklärt der CDU-Bezirksverordnete Thorsten Schatz. "Mit diesem Aktionsprogramm wollen wir zeigen, dass in Spandau Mensch und Tier gleichermaßen eine lebenswerte Heimat finden sollen."

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