Stahlkonzern hat ProblemeThyssenkrupp strauchelt
Nordrhein-Westfalen hat eine Wirtschaftskrise. Erst die Ankündigung zum Stellenabbau beim Autobauer Ford in Köln. Dann die Hiobsbotschaft bei thyssenkrupp im Kreis Siegen-Wittgenstein. Das Werk in Kreuztal-Eichen ist Geschichte. Am Dienstagmorgen (26.11.) informiert der Vorstand die Belegschaft über das weitere Vorgehen. In den kommenden Jahren will der Konzern 11.000 von 27.000 Stellen in Deutschland abbauen. Im Werk in Kreuztal-Eichen sind etwa 1.000 Mitarbeiter beschäftigt.
Thyssenkrupp und die Politik haben sich selbst hohe Ziele gesteckt. Stahl „Made in NRW“ sollte grün werden. Im Sommer 2023 fördern Bund und Land den Bau einer wasserstoffbasierten Direktinduktionsanlage am Standort Duisburg-Hamborn. Insgesamt fließen zwei Milliarden Euro. Für das Land ist es die größte Einzelförderung seiner Geschichte. NRW-Arbeitsminister Laumann sagt dazu: „Es ist schon Aufgabe des Managements zu sagen, wie man sich die wirtschaftliche Zukunft vorstellt."
Die Opposition im nordrhein-westfälischen Landtag ist sich einig, dass es so nicht weitergeht: „Mona Neubauer hat, als sie Wirtschaftsministerin wurde, ein grünes Wirtschaftswunder versprochen. Jetzt sehen wir, dass diese grüne Politik Arbeitsplätze vernichtet und auch Wohlstand in unserem Land kostet. Und deshalb bedarf es dringend einer Kurskorrektur der Wirtschaftspolitik. Wir müssen Anreize setzen, um den Standort Nordrhein Westfalen wieder stark zu machen“, so der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP, Dietmar Brockes.
Die IG Metall vermutet, dass das Beben bei thyssenkrupp erst der Anfang ist und eine Kettenreaktion in der gesamten Industrie folgen könnte.
Über die Krise haben wir mit Torsten Schmidt vom RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung gesprochen. Die Fragen stellt RTL WEST-Reporter Daniel Pfaender.
































































