Er lag vier Tage regungslos im Bett

Sascha Groh leidet am seltenen Susac-Syndrom

25. Mai 2020 - 14:18 Uhr

Beim Autofahren sah Sascha auf einmal nichts mehr

Erst war Sascha Groh nur abgespannt und müde, konnte sich schlecht konzentrieren. Doch dann kam starke Migräne hinzu, und plötzlich verlor der junge Mann beim Autofahren kurzfristig sein Augenlicht. Als seine Familie ihn schließlich nach vier Tagen völlig kraftlos und verwirrt in seinem Bett vorfand, begann eine wahre Ärzteodyssee. Nach Monaten kommt heraus: Sascha leidet am Susac-Syndrom - einer seltenen Krankheit, von der weltweit nur wenige Hundert Fälle bekannt sind. Wie Sascha und seine Mutter die schwere Zeit voller Angst und Ungewissheit erlebten und was ihm schließlich half, sehen Sie im Video.

Susac-Syndrom: Das passiert bei der seltenen Autoimmunerkrankung

Sascha lag so lange kraftlos in seinem Bett, ohne Hilfe holen zu könenn, weil er mehrere Schlaganfälle erlitten hatte. "Ich habe meine Familie nicht mehr erkannt, konnte nicht mehr sprechen", erklärt er RTL. Auch Gehen oder Greifen ging nicht mehr. Den Grund dafür erfuhr Sascha erst sieben Monate später. Die Diagnose der Ärzte: Das Susac-Syndrom.

Bei der seltenen Autoimmunerkrankung werden Zellen der sogenannten Blut-Hirn-Schranke zerstört, die normalerweise dafür sorgt, dass keine schädlichen Giftstoffe oder Krankheitserreger ins Gehirn eindringen können. Folgen sind unter anderem Hörminderung, Sehschwäche und neurologische Beschwerden wie Lähmungen, Verwirrtheit und epileptische Anfälle. Weil die Symptome oft nicht gleichzeitig auftreten, ist die Diagnose schwierig. Das Susac-Syndrom betrifft hauptsächlich Frauen im Alter von 20 bis 40 Jahren, aber auch Männer wie Sascha können daran leiden. Weltweit sind nur wenige Hundert Fallbeispiele bekannt. 

Einer von Dreihundert

Um über die seltene Krankheit aufzuklären und Betroffenen und ihrer Familie zu helfen, hat Sascha Groh seine Erfahrungen aufgeschrieben: In seinem Buch "Einer von Dreihundert"* 🛒 beschreibt er, wie er trotz des Susac-Syndroms seinen Weg zurück in ein erfülltes Leben finden konnte.

Auch der Fall der Britin Jess Lydon sorgte für Aufmerksamkeit: Sie hatte aufgrund des Susac-Syndroms nur noch ein 24-Stunden-Gedächtnis.

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