Auswirkungen der Kosten-Explosion

Supermarkt-Regale bald leer wegen steigender Preise?

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Wenn die Preise für die Produktion weiter so rasant steigen, könnten viele Supermarktregale bald leer bleiben.
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Die steigenden Energiekosten machen auch vor Unternehmen nicht halt. Jetzt schlägt der Verband der Ernährungswirtschaft Alarm: Sollten es weiter keine Entlastung geben, spüren das bald die Verbraucher. Dann nämlich bleiben die Regale einfach leer.

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Experte befürchtet "Kahlschlag" in den Regalen

Die Lebensmittelwirtschaft hat angesichts der Energiekrise vor weitreichenden Lieferengpässen gewarnt. Sollte es keine unmittelbare Entlastung von den hohen Energiekosten geben, müsse man davon ausgehen, „dass da jetzt nicht ein Teil von Lebensmitteln fehlen wird, sondern das wird ein richtiger Kahlschlag, der komplett durch die Regale gehen wird“, sagte Vehid Alemic, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Ernährungswirtschaft (VdEW) in Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt, am Freitag in Hannover.

„Die Unternehmen müssen im Vergleich zum Vorjahr teilweise mehr als das Fünfzehnfache an Energiekosten zahlen. Das sind teilweise Millionenbeträge“, sagte Alemic. „Bleiben die Preise so, bedeutet das für Tausende Betriebe in Deutschland das Aus.“ Alemic berief sich auf eine Umfrage des VdEW unter rund 300 Mitgliedsbetrieben.

Lese-Tipp: Auch im Sommer 2021 blieben viele Regale leer – was damals dahinter steckte

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Mögliche Lösung: Preisdeckel für Strom und Gas

Zur Rettung der Unternehmen forderte der Verband allem voran einen sofortigen Preisdeckel für Strom und Gas. Die vom Bund in Aussicht gestellte Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen bei den Energiekosten sei wichtig, werde aber nur ausreichen, wenn „ein signifikanter Teil der Mehrkosten“ übernommen werde.

Auch die Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN) schlagen Alarm: Viele Unternehmen erhielten keine Angebote mehr von ihren Strom- und Gasversorgern - und wenn doch, dann zu zehn- bis fünfzehnfachen Preisen im Vergleich zum Vorjahr. Die Arbeitgeber forderten daher eine Reduzierung der Steuern und Umlagen auf Strom und Gas sowie eine Entkopplung des EU-Strommarkts vom Gasmarkt. Die jetzige Krise sei „kritischer als die Corona-Pandemie“, hieß es von den UVN. (dpa/lra)

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