Perspektivwechsel kann helfen

Super Nanny Katharina Saalfrank erklärt: Wie Eltern reagieren sollten, wenn ihr Kind sie haut

Gerade kleinen Kindern fehlen oft die Worte, um ihre Gefühle auszudrücken. Dann bleibt nur eine körperliche Reaktion.
Gerade kleinen Kindern fehlen oft die Worte, um ihre Gefühle auszudrücken. Dann bleibt nur eine körperliche Reaktion.
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23. Dezember 2021 - 10:52 Uhr

Supernanny hilft Eltern, die Kommunikation mit den Kindern zu verbessern

In ihrem neuen Eltern-Ratgeber "Die Reise zur glücklichen Eltern-Kind-Beziehung" beschreibt die ehemalige Super Nanny Katharina Saalfrank mit anschaulichen Beispielen, wie Eltern die Kommunikation mit ihren Kindern liebevoller gestalten. Zentral ist dabei immer wieder der Wechsel der Perspektiven und die Aufforderung das Problem durch die Augen der Kinder zu sehen. In einigen Beispielen wird sie besonders konkret.

Wie reagieren, wenn Kinder Eltern hauen wollen?

Darin finden sich auch Antworten auf konkrete Fragen von Eltern, etwa die der zweifachen Mutter Regina, deren Tochter sie in Streitsituationen hauen will. Trotz mehrerer Versuche, die Wut des Mädchens etwa auf ein Kissen umzulenken, hört das Kind nicht mit den Drohungen auf. Wie also können Eltern reagieren, wenn ihre noch kleinen Kinder sie hauen wollen?

Katharina Saalfrank empfiehlt hier einen Perspektivwechsel und fragt den Leser: Wie würde man reagieren, wenn man wütend auf den eigenen Partner ist und der als Ersatz ein Kissen hinhält? Der Ursprung der Wut sei das Gefühl, nicht verstanden zu werden. Durch den Versuch, die Wut auf ein Kissen umzulenken oder die Hände festzuhalten, verstärke sich das Gefühl nur.

Wichtig sei in der konkreten Situation des Hauens, sich nicht auf diese Aktion zu versteifen, sondern die emotionale Ebene dahinter zu erkennen und anzusprechen. "Wow, so wütend bist du, dass du hauen musst", schlägt Saalfrank als Gesprächseinstieg vor. "Das tut mir leid, ich würde es gerne besser verstehen."

Wenn Eltern es schaffen, den Auslöser für die Wut des Kindes zu verstehen, können sie die Situation leichter klären, so Pädagogin Katharina Saalfrank in ihrem Eltern-Ratgeber. Wichtig sei aber auch, dass Eltern selbst ruhig bleiben – auch wenn das leichter gesagt als getan sei. (lra)

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