Übergewicht führt zu Überempfindlichkeit

Hohes Geburtsgewicht kann das Allergierisiko von Kindern erhöhen

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18. Oktober 2019 - 11:52 Uhr

Auch Gene und Umwelteinflüsse wirken sich auf Allergiebildung aus

Nach bisherigen Untersuchungen sorgen hauptsächlich die Gene, die Umwelteinflüsse und sogar das Verhalten der Eltern für die Entstehung von Allergien bei Kindern. Eine australische Studie hat jetzt ergeben, dass auch das Gewicht zum Zeitpunkt der Geburt das Allergierisiko beeinflussen kann. Kinder, die mit einem vergleichsweise hohen Gewicht geboren werden, entwickeln in der Kindheit mit größerer Wahrscheinlichkeit Nahrungsmittelallergien und Ekzeme.

Jedes Kilogramm erhöht das Risiko um 44 Prozent

In der Studie der University of Adelaide haben Wissenschaftler die Daten von mehr als 2,1 Millionen Menschen ausgewertet, von denen knapp 70.000 auf gewisse Lebensmittel allergisch reagieren und mehr als 100.000 unter Heuschnupfen leiden. Bei einem Großteil von ihnen wurden die Allergien bereits in der Kindheit festgestellt. Laut den Ergebnissen erhöht jedes Kilogramm mehr bei der Geburt das Risiko für Lebensmittelallergien um 44 Prozent und das Risiko für Ekzeme um 17 Prozent, die Entstehung von Heuschnupfen beeinflusst das Geburtsgewicht jedoch nicht.

Als normalgewichtig gilt ein Kind, wenn es bei der Geburt zwischen 2,5 und 4 Kilogramm wiegt, der Durchschnitt liegt bei 3,4 Kilogramm.

Wie äußert sich eine Lebensmittelallergie?

Als Lebensmittelallergie bezeichnet man eine Reaktion des Immunsystems auf kleinste Mengen eines Lebensmittels. Diese Reaktionen können beispielsweise Brennen, Jucken, Ausschlag, Bauchschmerzen oder Durchfall sein. Die Symptome einer Allergie unterscheiden sich nicht unbedingt von den Symptomen einer Unverträglichkeit oder einer Vergiftung. Um herauszufinden, welche Art der Unverträglichkeit vorliegt, muss von einem Allergologen oder Hautarzt eine gründliche Diagnose erstellt werden.