'Struwwelpeter-Syndrom': Die 5-jährige Lyla leidet an unkämmbaren Haaren

06. April 2017 - 19:36 Uhr

Haare kämmen ist nahezu unmöglich

Viele kennen die Geschichte des 'Struwwelpeters', der sich nicht die Haare kämmen ließ. Was hier an den Haaren herbeigezogen klingt, ist für einige Menschen tatsächlich Realität. Sie leiden am sogenannten 'Struwwelpeter-Syndrom'. Ihre Haare sind nicht zu bändigen und lassen sich nur unter Schmerzen kämmen. Auch die 5-jährige Lyla aus Derby (England) hat solche widerspenstigen Haare.

Für Lyla-Grace-Barlow ist jeder Tag ein 'Bad Hair Day'

Kein Kind lässt sich gerne die Haare kämmen. Es ziept und ist einfach nur unangenehm. Bei Lyla-Grace-Barlow ist das Haarekämmen nicht nur höllisch schmerzhaft, sondern auch fast unmöglich. Sie leidet am 'Struwwelpeter-Syndrom'. Dies ist ein seltener Gendefekt, an dem weltweit nur rund hundert Menschen leiden. Auch Albert Einstein litt darunter. Durch die genetische Mutation sind die Haarfollikeln von Lyla herzförmig statt rund, dadurch sind die Haare im Querschnitt eher in der Form eines Herzens. Die Haare haben winzige Kanten und werden schnell struppig. Sie wachsen in alle Richtungen, auch steil nach oben, und sind meistens sehr hell. Ansonsten sind sie aber kerngesund.

Im Alter nimmt der Struwwel-Effekt ab

​Um die Haare ihrer Tochter zu bändigen, haben ihre Eltern Alex und Mark Barlow schon alles probiert. Unzählige Haarprodukte wurden benutzt, aber nichts hat geholfen. Mittlerweile findet die Familie die wirren Haare ihrer Tochter jedoch einzigartig und richtig toll. Auch Lyla hat sich mit ihrer Haarpracht angefreundet, schließlich hat sie mit Albert Einstein einen berühmten Leidensgenossen. Es gibt auch noch eine gute Nachricht: Wenn die Kinder älter werden, nimmt der Struwwel-Effekt ab. Im Erwachsenenalter können viele dann tatsächlich ihre Haare endlich bürsten.

Also, durchhalten, Lyla!