Dieser Twitter-Post öffnet die Augen!

"Stillen ist ein Vollzeitjob" - So viele Stunden geben Mütter ihren Babys die Brust

31. Januar 2019 - 14:20 Uhr

Muttermilch ist umsonst? Von wegen!

Ob eine Mutter ihr Baby stillt oder nicht, ist eine persönliche Entscheidung, die von vielen Faktoren abhängt. Dennoch entbrennt immer wieder eine hitzige Diskussion um die Stillfrage. Ein Argument, das viele Stillbefürworter verwenden ist, dass Muttermilch umsonst sei. Gegen diese Aussage haben alledings viele Mütter etwas einzuwenden!

"Nur, wenn die Zeit von Frauen wertlos ist"

Auf Twitter griff kürzlich Dr. Kera Lovell von der University of Utah das Argument auf und startete damit eine hitzige Debatte um die meist vernachlässigten Kosten des Stillen.

Der Wortlaut ihres Tweets:

"[Eine Bekannte] sagte mir gerade, dass sie ungefähr 4866 Stunden ihres Lebens mit Stillen verbracht hat und dass Muttermilch nur dann umsonst ist, wenn wir die Zeit, den Körper und den Pflegeaufwand von Frauen als wertlos betrachten."

"Mehr als ein Vollzeitjob"

Sie trifft damit anscheinend einen Nerv, denn viele Mütter berichten von ihren eigenen Stillzeiten. Diese hohen Zahlen vor sich zu sehen, macht vielen Mamis erst bewusst, was sie alles leisten, während sie sich um ihre Kleinen kümmern.

So schreibt eine Twitter-Nutzerin:

"Mein erstes Kind war sehr langsam als Neugeborenes. Eine durchschnittliche Fütterung hat etwa eine Stunde gedauert. Bei 10 bis 12 Mal Füttern am Tag war das mehr als ein Vollzeitjob. Wenn mein Mann von der Arbeit kam, fühlte ich mich schuldig, dass ich den ganzen Tag nichts getan hatte, aber dann habe ich mich daran erinnert, dass es mein Job ist, ein Baby zu füttern."

Muttermilch kostet mehr als nur Zeit

Doch nicht nur die Zeit, die Frauen mit Stillen verbringen, zählt in die Kosten für Muttermilch mit ein. Wie viele Mütter unter dem Tweet zu bedenken geben, gehört die gesteigerte Kalorienzufuhr für Stillende auch zu den Dingen, die alles andere als gratis sind.

"Ich habe mal ausgerechnet, dass mein Baby por Tag etwa 1.000 Kalorien an Muttermilch gegessen hat. Ich musste die extra essen, um ihn füttern zu können", schreibt eine Userin. "Er war außerdem laktoseintolerant, also musste ich spezielle Nahrungsmittel zu mir nehmen, die teurer waren, als was ich vorher aß. Stillen ist nicht umsonst."

Der Tweet von Lovell wurde über 2.000 Mal retweetet und mehr als 13.000 mit "Gefällt mir" markiert. Ein schönes Zeichen dafür, dass vielen Menschen bereits bewusst ist, was für einen wichtigen Job alle Mütter leisten - egal, ob sie stillen oder nicht!