Qualität muss nicht immer teuer sein

Stiftung Warentest prüft Baby-Anfangsmilch - günstige Produkte überzeugen!

Ein Baby trinkt Milch aus dem Fläschchen
Stiftung Warentest nimmt Babynahrung unter die Lupe
iStockphoto

Eines vorweg: Ein Ersatz fürs Stillen sind Anfangsmilch-Produkte für Babys nicht, noch ist es Wissenschaftlern nicht gelungen, die Zusammensetzung von Muttermilch nachzuahmen. 97 Prozent aller Mütter möchten nach der Entbindung gern stillen, allerdings trinkt schon zwei Wochen nach der Geburt ein Viertel aller Babys industriell gefertigte Babymilch aus dem Fläschchen.

Wenn die Mutter nicht (mehr) stillen möchte oder kann, ist Babymilchpulver eine gute Alternative oder Ergänzung. Denn mittlerweile schneiden viele Marken gut ab, konkret 14 von 21. Nur 7 bekommen von den Warentestern ein „befriedigend“, Ausrutscher wie im Jahr 2016, als eine Säuglingsmilch mit „mangelhaft“ bewertet wurde, sind diesmal gar nicht dabei. Die Ergebnisse im Detail:

Stiftung Warentest: „gute“ Babymilch schon zum kleinen Preis

Auswahl aus den Babymilch-Pulvern mit der Note „gut“:

  • Löwenzahn Organics Bio Pre Anfangsmilch – Note: 2,0 – 29,00 Euro/kg
  • dm Bio Anfangsmilch Pre – Note: 2,2 – 9,90 Euro/kg
  • Little Steps Pre – Note: 2,2 – 9,90 Euro/kg

Ein „sehr gut“ hat Stiftung Warentest auch diesmal nicht vergeben. Die beste Babymilch im Test ist mit geringem Vorsprung die der Marke Löwenzahn (Note 2,2). Sie ist mit monatlichen Kosten von rund 92 Euro (bei einer ausschließlichen Ernährung eines drei Monate alten Säuglings mit Fertigmilch) allerdings drei Mal so teuer wie die Milchpulver von dm oder Little Steps. Da kostet die Monatsration im Schnitt 32,50 Euro.

Auch HA-Anfangsmilch im Check bei Stiftung Warentest

Auch zwei der vier getesteten HA-Anfangsmilch-Marken werden von Stiftung Warentest für „gut“ befunden:

  • BebaExpert HA Pre – Note: 2,2 – 25,00 Euro/kg
  • Aptamil Prosyneo HA Pre – Note: 2,5 – 25,00 Euro/kg

HA ist die Abkürzung für „Hydrolisierte Anfangsmilch“. Bei diesen Produkten ist das Kuhmilcheiweiß nicht mehr intakt, sondern hydrolisisert, also gespalten. Das könnte Allergien vorbeugen, gerade bei Säuglingen, deren Eltern oder Geschwister Allergien, Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis haben. Bislang ist wissenschaftlich nicht erwiesen, ob aktuelle Anfangsmilchprodukte tatsächlich einen positiven Effekt bei der Allergieprävention haben können, aber es gibt auch keine erkennbaren Nachteile.

Eine Mutter füttert ihr Baby mit Milch aus der Flasche
Bei den monatlichen Babymilch-Kosten gibt es teilweise erhebliche Unterschiede
Christian Wheatley, iStockphoto
Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Ökologisch und vom Testergebnis her nicht die erste Wahl: trinkfertige Babymilch

Auch drei trinkfertige Babymilch-Zubereitungen waren unter den 21 Test-Teilnehmern. Das ist praktisch für unterwegs, aber leider wegen des vielen Verpackungsmülls nicht gut für die Umwelt. Alle drei schnitten befriedigend ab. (mzi)

Die kompletten Ergebnisse von Stiftung Warentest finden Sie hier

*Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.