Kein Gerät kann vollständig überzeugen

Stiftung Warentest: 10 Akkusauger auf dem Prüfstand

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3. Juni 2019 - 13:53 Uhr

Härtetest für Haushaltsgeräte

Im Grunde ein Traum: Dreck auf dem Boden, Staubsauger anschmeißen und im Handumdrehen ist alles blitzblank. Durch moderne Akkusauger ist das ohne Probleme möglich. Verhedderte Kabel oder zu weit entfernte Steckdosen? Das Problem hat man mit Akkugeräten nicht. Doch was taugen die kabellosen Saubersauger?

Verbesserte Technik seit dem letzten Test

Die Stiftung Warentest hat in ihrer Juni-Ausgabe 2019 zehn solcher Geräte unter die Lupe genommen. Und die gute Nachricht vorweg: Die Technik hat sich verbessert. Im vorangegangenen Test waren acht von zehn Geräten "mangelhaft". Im aktuellen Test bekommen diese Note nur zwei Geräte. Was dabei auch erwähnt werden muss: So richtig gut ist keiner der Sauger. Aber der Reihe nach.

Ein Staubsauger muss gut saugen

Die Saugkraft eines Staubsaugers ist zunächst mal die wichtigste Eigenschaft. Und da können nur die beiden Testsieger ordentlich punkten. Der "ProPower" von Bosch* (ab 450 Euro) und der "Dyson Cyclone" (ca. 565 Euro)* können es in Sachen Saugleistung mit ihren kabelgebundenen Brüdern aufnehmen. Bei den übrigen getesteten Akku-Saugern sind die Saugkraft und die Staubaufnahmefähigkeit doch eher schwächer.

Ist der Akku leer, saugt keiner mehr

kabellose Freiheit beim Staubsaugen
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Herzstück der Akkusauger ist die aufladbare Energiequelle. Und genau die ist der Schwachpunkt im System. So geht den Top-Modellen schnell die Puste aus. Nach 15 bzw. acht Minuten Volllastsaugen müssen die Geräte schon wieder an die Ladestation. Und auch die anderen Geräte sind keine Marathonsauger. Wer also viel zu Saugen hat, der braucht Geduld. So benötigt das Gerät von Bosch rund sechs Stunden Ladepause. Der Dyson begnügt sich hier mit zweieinhalb Stunden.

Zwei weitere Nachteile der Kabellosen

Was die "Stiftung Warentest" bei den Akku-Saugern bemängelt, ist die recht umständliche Reinigung der Staubboxen. Hier wird viel Staub aufgewirbelt. Das ist nicht wirklich schön. Bei Allergikern kann das Ganze zur echten Qual werden. Ein weiterer Nachteil der Geräte ist die Lautstärke. Die getesteten Sauger haben sich nicht gerade von der leisen Seite gezeigt. Der Geräuschpegel im Einsatz ist nicht unerheblich.

Das sind die beiden bestplatzierten Geräte im Test, die immerhin noch mit der Note "befriedigend" abgeschnitten haben:

Bosch – BSS1A114 – ProPower* (ab450 Euro)
Dyson – SV 12G – Cyclone V10* (565 Euro)

Mit Note "mangelhaft" bewerteten die Tester folgende Geräte:

Black + Decker – CUA525BHA (ca. 194 Euro)
Hoover – RA22SE 011 (227 Euro)

Kabel oder kein Kabel? – Das ist hier die Frage

Besser mit oder ohne Kabel saugen?
Kabel oder kein Kabel? Das ist hier die Frage.
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Für wen sich ein kabelloser Akkusauger lohnt, lässt sich nur schwer beantworten. Wer viel Fläche saugen will und muss und nicht ständig Pausen einlegen will, sollte zum Kabel-Sauger greifen. Wer nur eine kleine Wohnung hat oder eine schnelle Alternative zum "großen" Staubsauger sucht, für den kann der Akkusauger durchaus eine gute Option sein – wenn man mit den Schwächen leben kann. Hier gibt es den kompletten Test der "Stiftung Warentest". Noch mehr Staubsauger-Vergleiche und andere Haushaltsgeräte-Checks finden Sie hier.

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