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Steuererklärung 2018: Die besten Tipps

11. Juli 2019 - 15:00 Uhr

Steuererklärung lohnt sich: Im Schnitt bekommt jeder Steuerzahler 974 Euro wieder

Neues Jahr, neue Steuererklärung fürs Vorjahr - und die lohnt sich meistens. Denn laut des Statistischen Bundesamts bekommt jeder Steuerzahler im Schnitt 974 Euro vom Finanzamt wieder. Die Experten von Finanztest haben die wichtigsten Posten aufgelistet, die man von der Steuer absetzen kann. Die Top 5 sehen Sie oben im Video.

Frist für die Steuererklärung 2018 - besser pünktlich abgeben

Wer eine Steuererklärung für das Jahr 2018 abgeben muss, hat bis zum 31. Juli 2019 Zeit. Das sind immerhin zwei Monate länger als früher. Hilft bei der Einkommenssteuererklärung ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein, dann muss die Steuererklärung bis zum 2. März 2020 abgegeben werden.

Wer die Steuererklärung freiwillig abgibt, kann sich sogar vier Jahre Zeit lassen. Die freiwillige Steuererklärung 2018 wäre damit spätestens am 2. Januar 2023 fällig.

Die Fristen sollten unbedingt beachtet werden. Denn das Finanzamt kann einen Verspätungszuschlag von mindestens 25 Euro pro Monat verlangen.

Bei den Ausgaben sollte man für die Steuererklärung folgende Posten im Blick haben:

Handwerker, Haushaltshilfen, Haustierbetreuung von der Steuer absetzen

Bis zu 6.000 Euro für Handwerksleistungen können in der Steuererklärung angegeben werden. Davon werden 20 Prozent berücksichtigt. Das macht eine Steuer-Ersparnis von bis zu 1.200 Euro. Bei angemeldeten Haushaltshilfen erkennt das Finanzamt 20 Prozent von bis zu 2.550 Euro pro Jahr an, macht bis zu 510 Euro Ersparnis.

Was viele Tierhalter nicht wissen: Auch die Haustier-Betreuung kann von der Steuer abgesetzt werden.

Ausgaben für Familie und Gesundheit

Eltern können die Kosten für die Kinderbetreuung für Kinder unter 14 Jahren als Sonderausgabe absetzen. Egal ob Kita, Tagesmutter, Ganztag oder Au-pair: Pro Jahr und Kind erkennt das Finanzamt zwei Drittel der Kosten an, maximal 4.000 Euro. Auch die Kosten für Großeltern oder andere Familienangehörige, die nicht im selben Haushalt leben, können von der Steuer abgesetzt werden. Voraussetzung: Es muss ein Arbeitsvertrag bestehen und das Geld muss überwiesen werden.

Auch die Spenden an eine gemeinnützige Organisation oder an den Förderverein der Schule können von der Steuer abgesetzt werden.

Gesundheitsausgaben sollten ebenfalls in der Steuererklärung angegeben werden: Operationen, Zahnarztkosten oder Brille - alle Krankheitskosten kann man als außergewöhnliche Belastung geltend machen. Die Krankheitskosten werden angerechnet, wenn sie die sogenannte zumutbare Belastung übersteigen. Diese richtet sich vor allem nach der Höhe der Einkünfte und der Anzahl der Kinder.

Arbeitsmittel- und Fahrtkosten absetzen

Ob Kugelschreiber oder Drucker - alle beruflich genutzten Arbeitsmittel können von der Steuer abgesetzt werden. Der sofort absetzbare Höchstbetrag für jedes Arbeitsmittel ist für 2018 stark angehoben worden: bis zu 952 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Auch die beliebten Fahrtkosten dürfen bei der Steuererklärung nicht vergessen werden. Pro Tag und gefahrenen Kilometer für die einfache Strecke werden 30 Cent berechnet. Dabei ist es egal, wie sich der Arbeitnehmer fortbewegt hat. Bei der Nutzung von Bus und Bahn können die tatsächlich entstandenen Kosten abgesetzt werden.

Belege müssen übrigens nicht mehr eingereicht werden. Das Finanzamt fordert sie nur bei Bedarf an. Sicherheitshalber sollten sie bis zu einem Jahr nach Erhalt des Steuerbescheids aufgehoben werden.