Statistik für 2018 veröffentlicht

Immer mehr ältere Frauen bekommen Kinder

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3. September 2019 - 11:08 Uhr

787.500 Kinder wurden 2018 geboren

Die Deutschen bekommen mehr Kinder: 2.600 Neugeborene mehr als im Jahr zuvor wurden 2018 geboren, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Insgesamt kamen 787.500 Kinder auf die Welt. Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau blieb bei 1,57 Kindern.

Rund jede elfte Frau ist über 40

Besonders auffällig ist dagegen laut der Statisiker die Zunahme älterer Mütter - das heißt der Mütter, die bei der Geburt eines Kindes 40 Jahre oder älter waren. Das war im Jahr 2018 bei 42.800 Geburten der Fall. Das bedeutet, ungefähr jede elfte Frau war 2018 bei der Geburt ihres Kindes 40 Jahre oder älter.

In der Gesamtgruppe aller Mütter ist laut der Statistiker die Geburtenhäufigkeit der Frauen ab 40 mit 88 Kindern je tausend Frauen zwar relativ gering. Aber seit 1990 hat sich die Zahl der Frauen, die mit über 40 Kinder bekommen, fast vervierfacht.

Frauen, die ab 35 Jahren ein Kind bekommen, gelten automatisch als Risikoschwangere. Aber wie problematisch ist eine so späte Schwangerschaft wirklich? Das erfahren Sie hier.

Je jünger die Bevölkerung, desto mehr Kinder

Am meisten Kinder wurden 2018 in den Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen geboren. Hier kamen je 1.000 Einwohner zwölf Kinder (Hamburg) beziehungsweise elf Kinder (Berlin und Bremen) zur Welt. Die Erklärung der Statistiker: In Bundesländern mit einer relativ jungen Bevölkerung gibt es mehr potenzielle Eltern. Dort werden deshalb vergleichsweise mehr Kinder geboren.

In Bundesländern mit einer verhältnismäßig alten Bevölkerung und weniger potenziellen Eltern wurden im Verhältnis zur Einwohnerzahl dagegen weniger Kinder geboren. So kamen in den neuen Bundesländern (außer Sachsen) und im Saarland nur acht Babys je 1.000 Einwohner zur Welt.

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