Spatenstich mit Festakt und Politikern

Startschuss für umstrittenes 7-Milliarden-Projekt: Fehmarnbelttunnel

Eine Visualisierung des geplanten Fehmarnbelt-Tunnels zwischen Deutschland und Dänemark. Foto: ICONO A/S/Femern A/S/dpa/Archivbild
Eine Visualisierung des geplanten Fehmarnbelt-Tunnels zwischen Deutschland und Dänemark. Foto: ICONO A/S/Femern A/S/dpa/Archivbild
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01. Dezember 2021 - 9:18 Uhr

Symbolischer Spatenstich für ein umstrittenes Milliardenprojekt

Mit einem Festakt hat am Montag auf der Insel Fehmarn der Beginn der Arbeiten am Ostseetunnel zwischen Deutschland und Dänemark gefeiert. "Das ist ein ganz besonderer Tag für das Land Schleswig-Holstein, für europäische Verkehrsprojekte und ein besonderer Tag für all diejenigen, die mit dem Projekt zu tun haben," so Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) beim Festakt.

18 Kilometer langer Tunnel soll 2029 fertig sein

Startschuss für umstrittenes 7-Milliarden-Projekt: Fehmarnbelttunnel
Am Montag fand der offizielle erste Spatenstich statt. Quelle: RTL Nord
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Der 18 Kilometer lange Ostseetunnel soll Deutschland und Dänemark, konkret die Inseln Fehmarn und Lolland, verbinden. Autos und Züge sollen den Tunnel durchqueren können, die Fahrtzeit könnte sich dadurch von viereinhalb auf zweieinhalb Stunden verkürzen. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, betonte: "Es ist ein Projekt, an dem man erkennen kann: Europa wächst zusammen." Der lange Straßen- und Eisenbahntunnel soll voraussichtlich 2029 fertig sein. Umweltverbände, Fährunternehmer und Privatleute protestierten seit Jahren gegen das Projekt und dessen Verhältnismäßigkeit.

Megaprojekt kostet 7,1 Milliarden Euro

Baumaßnahmen für geplanten Fehmarnbelt-Tunnel
Bagger stehen auf einer Baustelle für den geplanten Fehmarnbelt-Tunnel. Foto: picture alliance /dpa/Archivbild
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Laut des dänischen Bauträgers Femern A /S laufen die seeseitigen Vorbereitungen für den Bau des Tunnels seit Monaten. Seit Juli wird auf dänischer Seite am Aushub des Tunnelgrabens gearbeitet, seit September auch vor der deutschen Küste. Dänemark trägt die Baukosten von geschätzt 7,1 Milliarden Euro für den Tunnel, Deutschland die Kosten für die hiesige Straßen- und Schienenanbindung von geschätzt 3,5 Milliarden Euro. (anr/kst)