Pro Liter bis zu 11 Cent mehr

Deshalb ist Tanken im neuen Jahr teurer

Spritpreise 2021: Benzin und Diesel werden teurer
© dpa, Sven Hoppe, shp gfh fgj pil pil ruc pil

04. Januar 2021 - 11:11 Uhr

Spritpreise steigen wegen CO2- und Mehrwertsteuer

Das neue Jahr bringt auch an der Zapfsäule Änderungen – und die dürfte Autofahrern nicht gefallen: Der Sprit wird teurer. Wegen der nun geltenden CO2-Abgabe und der Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung steigt der Preis 2021 nach Schätzung von Experten um bis zu 11 Cent pro Liter.

Neuer CO2-Preis wird an Verbraucher weitergegeben

Seit 2021 gibt es in Deutschland einen nationalen CO2-Preis für Verkehr und Heizen. Ziel ist es, fossile Energien zu verteuern und klimaschonende Alternativen voranzubringen. Pro Tonne CO2, die beim Verbrennen von Diesel und Benzin entsteht, müssen verkaufende Unternehmen wie Raffinerien zunächst 25 Euro zahlen. Der Preis wird an die Kunden weitergegeben – damit steigt der Literpreis nach Angaben der Bundesregierung bei Benzin um 7 Cent, bei Diesel um 7,9 Cent. Auch Heizöl (7,9 Cent mehr pro Liter) sowie Erdgas 0,6 Cent mehr pro Kilowattstunde) werden teurer.

Zusätzlich kehrt die Mehrwertsteuer, die 2020 wegen der Corona-Krise vorübergehend gesenkt wurde, auf ihr altes Niveau zurück. Zusammen macht das beim Sprit 10 bis 11 Cent pro Liter aus, wie sowohl der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) als auch der ADAC errechnet haben. Wie viel davon letztlich beim Kunden ankomme, entscheide sich aber im Wettbewerb, heißt es vom MWV.

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Welche Rolle spielt der Ölpreis 2021?

So gut sich der Preissprung zum Jahresbeginn beziffern lässt, so schwierig ist jedoch die weitere Entwicklung 2021 vorherzusagen. Beim ADAC erwartet man tendenziell eine Steigerung. "Aber das muss nicht so kommen", so ein Experte des Verkehrsclubs. Die Entwicklung hänge vor allem vom Ölpreis ab. Wie viel Auto gefahren wird - und damit die Nachfrage nach Benzin und Diesel - spiele im Vergleich eine untergeordnete Rolle.

Der MWV betont allerdings, dass die Spritpreise nicht direkt am Ölpreis hängen und von verschiedenen Faktoren abhängen. Die Einkaufspreise für die Tankstellen entstünden an einem eigenen Markt und könnten durchaus von der Entwicklung der Ölpreise abweichen.

Sprit in der Regel zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten

Der ADAC empfiehlt Autofahrern grundsätzlich, vor dem Tanken die Spritpreise zu vergleichen. Wer die teils erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, kann viel Geld sparen. Laut Club ist Tanken in der Regel zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten. Hilfe beim Vergleich bietet zum Beispiel die App "ADAC Spritpreise".

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Quelle: dpa