Spaß ohne Ende

Spiel des Jahres 2019 gekürt: „Just One“ holt den Titel

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22. Juli 2019 - 14:16 Uhr

Perfekt für unterhaltsame Stunden mit Freunden und Familie

Wie wäre es mal wieder mit einem lustigen Spieleabend? Einen guten Brettspiel-Tipp hätten wir auch gleich: "Just One" - das neue Spiel des Jahres, das jetzt in Berlin gekürt wurde. Die Begründung der Jury: Das Spiel sei "insbesondere durch seine Einfachheit genial. Es sticht dadurch hervor, dass es einen ungemeinen Sog entwickelt: Wer es in der Öffentlichkeit spielt, wird schnell Schaulustige anziehen, die am liebsten gleich mitspielen wollen", teilte "Spiel des Jahres e. V." mit.

Das "Kinderspiel des Jahres 2019" steht übrigens schon etwas länger fest - es ist "Tal der Wikinger" von Haba.

Darum geht es beim „Spiel des Jahres 2019"

"Just One"* (ab 8 Jahren)
Bei Just One muss stets einer der Spieler einen Begriff erraten. Die Hinweise gibt dabei nicht das Spiel vor, sondern die Runde der Mitspieler. Ohne sich im Team abzusprechen, notiert dafür zunächst jeder einen Hinweis, den er als Hilfestellung beisteuern möchte. Bevor der Ratende diese Wörter sehen darf, werden sie miteinander verglichen. Doppelungen werden aussortiert.
"Just One" ist ein lustiges Partyspiel für alle, das vor allem durch seine Einfachheit punktet. Es sticht dadurch hervor, dass es einen ungemeinen Sog entwickelt: Wer es in der Öffentlichkeit spielt, wird schnell Schaulustige anziehen, die am liebsten gleich mitspielen wollen. Und das machen diese dann oft auch. Ein Geistesblitz der Spielfreude, der in jeder Runde einschlägt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Diese Spiele waren für den Preis nominiert

"L.a.m.a."* (ab 8 Jahren)
Alle mögen Lamas. Im schnellen Kartenspiel "L.a.m.a." erfreuen sie uns nicht nur als Motiv, sie sind auch Pate für eine Abkürzung: "Lege alle Minuspunkte ab". Hinter diesem Slogan verbirgt sich ein einfaches Prinzip für das Ausspielen der Karten. Auf eine Zahl darf nur dieselbe oder eine um eins höhere Zahl gelegt werden. Schnittstellen zwischen der Sechs und der Eins sind die Lamas. Legt jemand seine letzte Handkarte, kassieren die anderen Minuspunkte für ihre übrig gebliebenen Karten. Klingt banal, sorgt aber für Emotionen und viele eng aneinandergereihte Spannungsmomente. Das liegt an der besonderen Lama-Mathematik. Dank dieser bauen Rundengewinner teilweise gleich zehn Minuspunkte auf einmal ab.
Autor Reiner Knizia hat das Prinzip des Kartenablegens genial reduziert. Die Aufgabe, die hier auf den ersten Blick trivial erscheint, entfaltet dank der minimalen taktischen Note schnell eine Sogwirkung, der sich kaum jemand entziehen kann. Mit diesen Eigenschaften hat "L.a.m.a." das Potenzial zum Klassiker.

"Werwörter"* (ab 10 Jahren)
Wie lautet das Geheimwort, mit dem die Dorfbewohner die Werwölfe in die Flucht schlagen können? Der Bürgermeister kennt es. Alle anderen stellen ihm Fragen, die mit ja oder nein zu beantworten sind: "Kann man es essen?" Oder: "Kann man es kaufen?" Nur wenige Minuten haben die Spieler Zeit, um die Lösung zu finden. Eigentlich ein altbekanntes Ratespiel, doch hier erfordern die Fragen taktisches Gespür. Denn jeder Spieler hat eine geheime Rolle. Selbst die Werwölfe haben sich unter die Dorfgemeinde gemischt. Sie raten munter mit, obwohl sie das Zauberwort selbst schon kennen. Sie versuchen, die Mitspieler auf falsche Fährten zu locken. Allzu verdächtig sollten sie sich dabei aber nicht verhalten, denn eine Enttarnung kann für sie genauso böse enden wie die Entdeckung des Zauberwortes. Phänomenal, wie viel Spielspaß in fünf Minuten möglich sein kann.

Auf der Empfehlungsliste zum „Spiel des Jahres 2019"

"Imhotep - das Duell" als Spiel
Einmal Pharao sein und die Geschicke eines Volkes steuern - bei „Imhotep - das Duell" geht das.
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"Belratti"* (ab 9 Jahren)
Der begnadete Kunstfälscher Belratti malt seit Jahrzehnten Bilder im Stil berühmter Maler. Seine makellosen Fälschungen gelangen in die größten Museen der ganzen Welt. Dabei hinterlässt Belratti niemals Spuren! Auch dieses Mal versucht er wieder, die Kunstwelt hinters Licht zu führen. Es liegt nun an Ihnen, gemeinsam die Fälschungen zu entlarven und so Belrattis gaunerischen Machenschaften zu unterbinden.

"Dizzle"* (ab 9 Jahren)
Jetzt wird gedizzelt! Die Spieler nehmen abwechselnd Würfel aus der Tischmitte und legen sie auf ihr Blatt. Die nächsten Würfel müssen dann immer passend an andere Würfel gelegt werden. Am Rundenende können dann alle mit Würfeln belegten Felder angekreuzt werden. Das klingt doch ganz einfach. Oder? Würden einem da nicht die lieben Mitspieler die wichtigsten Würfel wegnehmen ... Einfache Regel, aber langanhaltender Spielspaß!

"Imhotep - das Duell"* (ab 10 Jahren)
Der Wettstreit der Baumeister geht weiter. Die Spieler schlüpfen in die Rollen von Nofretete und Echnaton - eines der berühmtesten Königspaare Ägyptens. Die jeweiligen Spielfiguren müssen taktisch clever platziert werden, um so die wertvollsten Plättchen von den sechs Booten zu entladen. Nach und nach baut so jeder Spieler an seinen eigenen vier Monumenten, um möglichst viele Ruhmespunkte zu erlangen. Ein kompetitives Strategiespiel im direkten Eins gegen Eins - andere Regeln, Taktiken.

"Krasse Kacke"* (ab 6 Jahren)
Na sowas! Da hat eins der Tiere doch glatt ein Häufchen in der Küche hinterlassen. Aber natürlich war es nicht mein Hamster, sondern der Papagei vom Nachbarn. Oder vielleicht doch eher die Schildkröte? In "Krasse Kacke" müssen die Spieler möglichst schnell den Verdacht von ihren eigenen sechs Haustieren ablenken und die der Mitspieler beschuldigen. Wer die Unschuld aller seiner Tiere beweisen konnte, ist fein raus. Wer übrig bleibt muss hingegen die Hinterlassenschaften wegräumen.

"Reef"* (ab 8 Jahren)
In diesem taktischen Legespiel lassen die Spieler bunte Korallenriffe entstehen, indem sie Spielsteine auf ihren Tableaus stapeln. Gesteuert wird das Wachstum über Karten mit Doppelfunktion: Spielt man eine Karte aus, darf man zunächst neue Korallensteine der festgelegten Farbe in seinem Riff platzieren. Direkt im Anschluss erfolgt dann eine durch die Karte vorgegebene Wertung bestimmter Farb- und Formkonstellationen. Eine knifflige Aufgabe, die mit einfachen Regeln viel Tiefe erzeugt.

"Sherlock"* (ab 12 Jahren)
Nachdem in der Nähe eines Gutshauses eine Leiche gefunden wurde, bittet die Polizei um Hilfe, um herauszufinden, was passiert ist. Wer ist der Mörder? Wie wurde das Opfer ermordet? Und warum? Bei jedem Fall sind dedektivische Fähigkeiten gefragt. Die Spieler diskutieren zusammen, wie sich der Fall ereignet haben könnte. 32 Karten liefern hierzu nach und nach Informationen, aber nicht alle sind auch wirklich relevant für die Aufklärung des Falles...

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