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Spanien: Mann (55) bei Stierhatz von Stier auf die Hörner genommen und getötet

Umstrittene Tradition

Spanien: Mann bei Stierhatz von Stier getötet

07.07.2018, Spanien, Pamplona: Teilnehmer der  Stierhatz treiben zwei Stiere durch die Gassen von Pamplona. Bis zum 14. Juli werden während des «Sanfermines»-Festes täglich am frühen Vormittag Kampfbullen und Leitochsen von Hunderten von Männern und
Bei einer Stierhatz im spanischen Onda ist ein Mann von einem Stier getötet worden. (Symbolbild)
EM nwi, dpa, Alvaro Barrientos

Mann erliegt im Krankenhaus seinen Verletzungen

Im spanischen Ort Onda ist ein 55-jähriger Mann nach einer Stierhatz gestorben. Er sei von dem Tier auf die Hörner genommen und mehrfach angegriffen worden, hieß es von den spanischen Behörden. Dabei erlitt er so schwere Verletzungen, dass er wenig später im Krankenhaus starb.

55-Jähriger von Stier auf die Hörner genommen

Der Mann hatte mit mehreren anderen Männern an dem Stierlauf durch die Stadt Onda in Ostspanien teilgenommen, als er von dem Tier verletzt wurde. Andere Teilnehmer hätten laut Behördenangaben noch versucht, das Tier wegzutreiben – jedoch ohne Erfolg. Der Mann erlitt eine schwere Wunde am Oberschenkel sowie eine Kopfverletzung. Nach dem Vorfall wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er wenig später verblutete.

Fast die Hälfte aller Spanier sind für ein Verbot von Veranstaltungen dieser Art

Seit langem tobt in Spanien und auf der ganzen Welt eine Debatte um Veranstaltungen dieser Art. Bei Stierhatzen und Stierkämpfen werden regelmäßig Menschen und Tiere verletzt oder sogar getötet. Der Fall aus Onda ist der erste Todesfall im Zusammenhang mit einer Stierhatz seit Beginn der Corona-Pandemie – währenddessen waren fast alle Veranstaltungen abgesagt worden.

Eine Umfrage aus dem Jahr 2020 ergab, dass fast die Hälfte aller Spanier (46,7 Prozent) ein Verbot von Stierkämpfen befürworten würden. 34,7 Prozent sind gegen derartige Veranstaltungen, aber gegen ein gesetzliches Verbot, und nur 18,6 Prozent stimmten für eine Fortführung der Veranstaltungen in ihrer bisherigen Form. (vdo/Reuters)