So beugt ein Zungenreiniger schlechtem Atem vor

09. März 2018 - 13:51 Uhr

Mit einem Zungenreiniger zu frischem Atem

So gut wie jeder hatte schon einmal mit schlechtem Atem zu kämpfen. Auf die Schnelle hilft dagegen ein Kaugummi oder Pfefferminz-Bonbon. Doch auf Dauer muss eine andere Lösung her. Eine Möglichkeit dabei: der Zungenreiniger! Wir erklären, wie ein Zungenreiniger funktioniert und auf was Sie bei der Benutzung achten sollten.

Hätten Sie's gewusst? 60 bis 80 Prozent aller Mikroorganismen der Mundhöhle befinden sich auf der Zunge. Das liegt daran, dass die Oberfläche unserer Zunge sehr rau ist und dort zwischen den sogenannten Papillen so einiges an Zell- und Nahrungsresten hängen bliebt. Das Ergebnis: ein weißlicher Belag, der einen idealen Nährboden für Bakterien bildet.

Unbehandelt können diese von dort aus in aller Seelenruhe nicht nur unsere Zähne und unser Zahnfleisch angreifen, sondern auch für Zungenbelag und damit ordentlich Mundgeruch sorgen. Damit das nicht passiert, gibt es Zungenreiniger, auch Zungenschaber genannt – klingt gar nicht mal so schön? Ist aber effektiv!

Die richtige Ausrüstung für eine Zungenreinigung

Ein Zungenreiniger ist hauptsächlich für das hintere Drittel der Zunge bestimmt, da hier die meisten Bakterien sitzen. Der vordere Teil des Muskels kommt nämlich durch Sprechen und Schlucken so häufig mit dem Gaumen in Kontakt, dass durch diese Berührungen dieser Teil größtenteils sauber gehalten wird.

Zungenreiniger erhalten Sie in Apotheken und Drogeriemärkten. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Zungenreiniger eine Bürsten- und eine Schabeseite besitzt. Warum? Die Bürstenseite löst auch tieferliegende Organismen, die Sie dann mit der Schabeseite abtragen können. Bei der Reinigung können Sie eine spezielle Zungenpasta verwenden, die die geruchsbildenden Bakterien zusätzlich neutralisiert. Für Kinder gibt es ebenfalls spezielle Reiniger, die kleiner sind und weichere Borsten besitzen.

So verwenden Sie den Zungenreiniger

Idealerweise sollte der Zungenreiniger Teil der täglichen Mundhygiene sein. Wenn Sie Zungenpasta benutzen, dann tragen Sie diese auf den Bürstenteil auf. Setzen Sie den Reiniger im hinteren Drittel der Zunge an und ziehen Sie ihn mit mäßigem Druck langsam vor bis zur Zungenspitze. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel Druck ausüben, da sonst die empfindliche Zungenoberfläche beschädigt werden kann. Wiederholen Sie diesen Schritt ein paar Mal, bevor Sie mit der Schabeseite den hervorgeholten Belag abtragen. Danach spülen Sie den Mund wie gewohnt aus.

Oftmals verspürt man bei den ersten Versuchen einen leichten Würgereiz, wenn der Zungenreiniger auf dem hinteren Teil der Zunge aufgesetzt wird. Dabei kann es helfen, die Zunge vorher rauszustrecken, mit einem Tuch zu umfassen und nach unten zu ziehen. Mit der Zeit werden Sie aber merken, dass Sie sich an den Prozess gewöhnen und den Würgereiz immer weniger verspüren.

Professionelle Zungenreinigung beim Zahnarzt

Wer seinen Zungenbelag nicht eigenständig entfernen lassen will, kann damit auch zum Zahnarzt gehen. Dieser kann mit sogenannten Zungensaugern die Bakterien innerhalb von kurzer Zeit entfernen. Die speziellen Sauger haben zudem den Vorteil, dass sie auch besonders tiefsitzende Bakterien erreichen und entfernen.

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