Klanglich nicht überzeugend

Stiftung Warentest nimmt smarte Lautsprecher unter die Lupe

Smarte Lautsprecher lassen sich zuhause oder im Büro nutzen.
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20. November 2020 - 13:51 Uhr

Gehören zum guten Ton: Smartboxen mit Sprachassistent

Die Heizung höherstellen, die Lieblingsplaylist abspielen, an den Frisörtermin erinnern und das aktuelle Wetter ansagen. Das sind nur einige der vielen praktischen Funktionen, die uns handliche Smartboxen dank Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant bringen. Immer mehr Anbieter haben die kleinen Helferlein mit Soundmodul im Angebot. Stiftung Warentest hat jetzt die Ohren gespitzt, ganz genau hingehört und natürlich auch hingeschaut. Auf dem Prüfstand mussten sich insgesamt 12 Geräte bewähren. Vier davon sind mit einem Bildschirm ausgestattet und können dem Nutzer also ein erweitertes Einsatzspektrum geben. Den ganzen Test finden Sie hier.

Testsieg für die Sonos One

Die wichtigste Erkenntnis der Warentester gleich vorneweg: Richtig überzeugt hat keine Box, weil für die Tester der Klang der kleinen Kisten im Vordergrund stand. Es gab kein gut, geschweige denn ein sehr gut. Der Testsieger bringt es gerade mal auf ein befriedigend.

Im Test konnte die Sonos One* 🛒 mit dem besten Klang von allen geprüften Geräten überzeugen. Außerdem kann man mit dem Gerät sowohl den Google-Sprachassistenten als auch Alexa von Amazon verwenden. Der Preis von 229 Euro ist natürlich entsprechend amtlich.

Ähnliche Klangergebnisse erzielten auch der Bose Home Speaker 300* 🛒 und der Harman Kardon Citation One🛒. Das ist im Grunde aber kein Wunder, weil die drei besagten Firmen als Lautsprecherexperten anzusehen sind. Preislich liegen auch die beiden letztgenannten jenseits der 200 Euro-Marke.

Entertainment-Center oder Kommando-Zentrale? Bei der Auswahl hängt es vom Einsatz ab

Für viele Anwender ist da der Amazon Echo* 🛒 eine Alternative. Bei einem Preis von 100 Euro kann er klanglich nicht ganz mit dem Testsieger mithalten, schafft aber in der Gesamtbeurteilung den Sprung auf Platz 2. Das Schlusslicht bei der Bewertung bildet ein Lautsprecher von JBL mit der Note ausreichend. Hier war in den Augen und besonders in den Ohren der Tester der Klang nicht wirklich überzeugend.

Fazit: Wenn Sie sich eine Smart-Box zulegen möchten, sollten Sie sich genau überlegen, für welche Aufgaben Sie das Gerät einsetzen möchten. Liegt der Einsatz-Schwerpunkt bei der Sprachsteuerung von Heizung, Licht und anderer Haustechnik, ist der gute Klang nicht so wichtig. Soll die Box aber auch als Entertainment-Center dienen, wäre es sicher sinnvoll, einen Blick auf die etwas hochpreisigeren Geräte mit den besseren Klangeigenschaften zu schauen. Und wer richtig guten Sound haben will, für den könnten reine Boxen mit Sprachsteuerung wie die Sonos Move interessant sein. Den entsprechenden Test finden Sie hier.

Erweiterte Möglichkeiten dank Monitor

Wem die Sprachausgabe bei seiner Smartbox nicht ausreicht, für den könnte eine Box mit Display interessant sein. Die Tester von Warentest haben sich aktuell vier dieser Geräte angeschaut. Dabei ist die Tonwiedergabe nicht die herausragendste Stärke der Bildschirmkisten. Es gab zwei Mal die Note befriedigend und zwei Mal die Note ausreichend beim Klang. Dafür überzeugen die Geräte eben mit einem Bildschirm.

So kann der User sich ein Koch-Rezept nicht nur einfach vorlesen lassen, sondern auch ein Video für die Zubereitung anschauen. Der Vorteil liegt klar auf der Hand. Bei den vier Geräten mit Bildschirm hat der Amazon Echo Show 8* die Nase vorne. Der gute Monitor und der beste Klang hat dem Gerät den Testsieg mit der Note befriedigend eingebracht.

So richten Sie Alexa als Sprachassisten für sich ein

Wer sich eine Smartbox zulegt, muss nach dem Kauf noch ein paar Handgriffe ausführen, damit die Geräte auch das tun, was sie tun sollen. Es braucht aber kein Informatikstudium, um den Sprachassistenten "Gehorsam" beizubringen. Im Video haben wir Schritt für Schritt erklärt, wie das zum Beispiel mit Alexa funktioniert.

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