Sind Frauen unserer Generation wirklich beziehungsunfähig?

24. März 2017 - 9:14 Uhr

Video: Deshalb wollen manche Männer keine Beziehung

In punkto Familienplanung haben es unsere Mütter da aber noch ganz anders vorgelebt. Mit Ende zwanzig war der Partner fürs Leben schon lang gefunden. Junge erwachsene Frauen heute stehen hingegen immer öfter mit dreißig noch alleine da. Warum ist das so? Lesen Sie hier unsere möglichen Gründe dafür. 

Der Ausdruck 'Generation beziehungsunfähig', stammend aus der Feder des Autoren Michael Nast, konnte sich in unserer heutigen Gesellschaft durchsetzen. Gemeint sind damit junge Erwachsene, zwischen 25 und 35 Jahren, die es aus, welchen Gründen auch immer, oft nicht schaffen eine länger anhaltende Beziehung zu führen. Junge Frauen stehen heute also nicht kurz vorm gemeinsamen Hausbau mit dem Partner, wie es viele ihrer Mütter im gleichen Alter getan haben, sondern kämpfen mit ganz anderen Problemen. Und vom Kinderkriegen kann gar nicht erst die Rede sein.

Erste These: Totale Fokussierung auf den Job

Das Streben nach Selbstverwirklichung im Job, nimmt einen erheblichen Teil unserer Alltagsgestaltung ein. Denn anders als noch vor fünfzig Jahren, sind Frauen, der Emanzipation sei Dank, finanziell nicht mehr abhängig von ihren Männern, sondern selbst für ihre Absicherung verantwortlich. Und ähnlich wie bei den Männern, werden die beruflichen Ziele junger Frauen hochgesteckt. Hinzu kommt, dass sich eine erfolgreiche Karriere nicht von heute auf morgen entwickelt, sondern viel, viel Zeit und Energie kostet. Güter, die gut organisiert und gerecht aufgeteilt werden müssen zwischen Beruf und Partner.

Nicht immer ganz einfach. Wem allerdings beides wichtig ist und wer beides wirklich will, findet auch dafür eine Lösung. Schließlich dauert keine Arbeit 24 Stunden am Tag und Urlaub und Wochenenden gibt es ja auch noch.

Zweite These: Perfektionswahn

Dann wäre da aber auch noch der Perfektionswahn, der derzeit schwer im Trend zu sein scheint und die Jagd nach dem Richtigen nicht wirklich erleichtert. Hat es ein Mann tatsächlich einmal geschafft, sich durch die Dating-phase zu kämpfen und das mehr oder minder erfolgreich, wird eine gemeinsame Beziehung gewagt.

Der Rosarote-Brille-Effekt verliert nach einiger Zeit langsam aber sicher seine Wirkung und der Partner fängt an zu nerven. Seien es seine Klamotten, die überall in der Wohnung verstreut herumliegen oder die mangelnde Hilfe im Haushalt. Auf Kompromisse wird dabei nur sehr ungern eingegangen. Schließlich ist man, wie man ist. Wieso sich von anderen verbiegen lassen? Für die Frauen der heutigen Generation alles Gründe, um es doch lieber zu beenden und weiter Ausschau nach einem anderen, noch perfekteren Lebensgefährten zu halten.

Sich selber treu zu bleiben in einer Beziehung ist wichtig. Um den ein oder anderen Kompromiss wird man dennoch nicht drum herumkommen. Auch wenn das bedeutet dem Partner auch mal eine zweite, dritte, vierte Chance zu geben. Also nicht gleich aufgeben liebe Frauen, erstmal um die Liebe kämpfen. Es lohnt sich!

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