Mann überlebt Absturz

Segelflieger stürzt auf Acker in Melle – Anwohner retten Pilot aus Wrack

27-Jähriger stürzt mit Segelflugzeug ab
© dpa, -, lop

26. Oktober 2020 - 16:10 Uhr

Anwohner hören den Aufprall

Am Sonntagmorgen gibt es im Meller Ortsteil Markendorf plötzlich einen dumpfen Knall. Anwohner schauen aus dem Fenster. Auf dem Acker vor ihrem Haus ist ein Segelflieger abgestürzt. Die Meller rennen zum Wrack und finden darin einen bewusstlosen 27-Jährigen. Sie leisten erste Hilfe und wählen den Notruf.

Pilot des Flugzeugs überlebt

Der Mann ist lebensgefährlich verletzt. Mit einem Rettungshubschrauber wird er ins Krankenhaus geflogen. Der Segelflieger wird bei dem Aufprall komplett beschädigt. "Er hat sich mehr oder weniger überschlagen", sagt Polizeisprecher Frank Oevermann.

Wie konnte das passieren?

Der Mann war morgens vom Segelflugplatz Melle zu einem Rundflug über Porta Westfalica gestartet und befand sich auf dem Rückweg. Warum er dann abstürzte, ist noch völlig unklar. Die Ermittlungen zur Unfallursache werden laut Polizei noch andauern. Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung aus Braunschweig kamen noch am Sonntag zur Absturzstelle und nahmen ihre Ermittlungen auf. "Wenn der Pilot vernehmungsfähig ist, wird er auch befragt werden", heißt es von der Polizei.

Nicht der erste Absturz in Melle

Bereits im Juni 2020 stürzte ein Sportflugzeug in ein Kornfeld in Melle. Der 80-jährige Pilot konnte sich noch selbst aus dem Flugzeug befreien, nachdem es sich überschlagen hatte und über Kopf liegen geblieben war. Ein Absturz im Sommer 2018 endete hingegen tragisch: Der Ultraleichtflieger eines 74-Jährigen krachte in einen Graben und ging in Flammen auf. Der Pilot und seine 14-jährige Enkelin waren sofort tot. Warum ausgerechnet hier nun zum dritten Mal ein Flugzeug abstürzte, ist auch der Polizei ein Rätsel.