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Sebastian Vettel wütend: Formel 1 ohne Deutschland-Rennen ist eine "Schande"!

Kein Heimrennen mehr für den Deutschen?

Die Gründe machen Sebastian Vettel wütend

 5 Sebastian Vettel DEU, Aston Martin Aramco Cognizant F1 Team, F1 Grand Prix of Miami at Miami International Autodrome on May 7, 2022 in Miami, United States of America. Photo by HOCH ZWEI Miami United States of America *** 5 Sebastian Vettel DEU, A
Sebastian Vettel glaubt nicht daran, dass er in Deutschland noch einmal ein Formel-1-Rennen bestreitet.
www.imago-images.de, IMAGO/HochZwei, IMAGO/HOCH ZWEI

Tja, das ist bitter: Sebastian Vettel glaubt, dass er in seiner Formel-1-Karriere kein Rennen mehr in Deutschland fahren wird. Die Gründe sorgen beim Aston-Martin-Piloten für schlechte Laune.

Gute Erinnerungen an Deutschland-GP

Der letzte Grand Prix in Deutschland datiert aus dem Jahr 2020, als der Nürburgring aufgrund der vielen Ausfälle während der Hochphase der Corona-Pandemie kurzfristig als Austragungsort einsprang. Das letzte reguläre und von langer Hand geplante Deutschland-Rennen in der Formel 1 liegt sogar bereits drei Jahre zurück.

Im Juli 2019 war es, als die Königsklasse in Hockenheim fuhr. Die deutschen Fans erlebten aufgrund des Regens einen spektakulären GP mit etlichen Drehern, Ausfällen und einem glücklichen Sebastian Vettel auf dem Podium. Der damalige Ferrari-Pilot wurde Zweiter hinter Rennsieger Max Verstappen.

Es dürfte das letzte Mal gewesen sein, dass Vettel in Deutschland vor eigenem Publikum jubeln durfte. Das glaubt auch der heutige Aston-Martin-Pilot selbst. "Ich weiß nicht, ob Deutschland es rechtzeitig für mich wieder in den Rennkalender schafft", sagte Vettel am Rande des GP von Miami vor gut einer Woche. "Aber immerhin hatte ich das Privileg, einige Jahre lang in meiner Heimat zu fahren", fügte der 34-Jährige an.

"Auch andere Regionen in Europa tun sich schwer"

Obwohl die Formel 1 in dieser Saison 22 Rennen veranstaltet, ist für einen deutschen Grand Prix in Hockenheim oder am Nürburgring kein Platz - die Veranstalter können sich die horrenden Antrittsgagen nicht mehr leisten. Dafür expandiert die Königsklasse im arabischen Raum und in den USA, wo im nächsten Jahr drei Rennen stattfinden.

"Wenn man sich die anderen Orte anschaut, wo die Formel 1 fährt, dann ist Deutschland einfach nicht in der Lage, so viel Geld für einen Grand Prix zu zahlen", erklärte Vettel. Doch das gelte nicht nur für sein Heimatland. "Auch andere Regionen in Europa tun sich schwer", so Vettel weiter. "Spa ist ein gutes Beispiel", blickte Vettel auf das belgische Nachbarland. "Und es ist eine Schande, was im letzten Jahr passiert ist, dass die Fans nach dem Regenabbruch nicht ihr Geld zurückbekommen haben."

Doch daran seien gar nicht unbedingt die belgischen Veranstalter schuld, sondern eher die Forderungen der Formel-1-Bosse. "Ich glaube, die Schuld auf Spa zu schieben, wäre falsch. Denn dort tut man sich doch sowieso schon schwer, das Geld für das Rennen zusammenzubekommen."

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Fliegen andere GP-Dauergäste aus dem Kalender?

Das Ganze sei immer mehr "geldgetrieben", so Vettel weiter. "Es ist einfach schade, Deutschland nicht mehr dabei zu haben, es wäre traurig, auch Belgien zu verlieren oder Spanien, darüber wurde zuletzt auch viel gesprochen", verriet Vettel. "Wenn diese Länder die hohen Gebühren nicht mehr zahlen können, fallen sie aus dem Kalender", warnte der Deutsche und fügte an: "Und das wäre eine Schande".

Auch Rennen wie Silverstone oder Monza, die eigentlich als Dauergast gelten, dürfen sich laut Vettel nicht mehr allzu sicher fühlen. "Wir werden sehen, was mit diesen Grands Prix in den nächsten Jahren passiert." Es wäre toll, Deutschland wieder im Rennkalender zu haben, schloss Vettel seine Wutrede und setzte hinzu: "Aber ich glaube nicht dran." (tno mit sport.de)