Schumi-Doku bei RTL: Mick Schumacher erzählt von seinen Rennfahrer-Anfängen mit Papa Michael

Mick und Michael Schumacher
Großer Name, großes Talent: Mick Schumacher hat nicht nur das Lachen von seinem Vater geerbt
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Michael Schumacher hatte andere Pläne für Mick

"Ich hoffe, mein Sohnemann wird Tennisspieler, Golfspieler, irgendetwas - aber nichts, was Vater vorher gemacht hat", blickte Michael Schumacher 2006 in die Zukunft seines damals siebenjährigen Sohnes. "Aber wenn er es will, dann macht er es, dann werde ich ihn eh nicht aufhalten können." Es scheint, als habe er es geahnt: Mick will und Mick macht auch! Die Doku "Schumacher - die nächste Generation" blickt auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der bekanntesten Motorsport-Familie Deutschlands.

Michael stellte Mick die entscheidende Frage

Steine in den Weg legte Michael seinem Sohn nie. Als Mick im Kindesalter das Kartfahren für sich entdeckte, stellte sein berühmter Vater den kleinen Rennfahrer vor die Wahl: "Mein Papa hat gefragt, ob wir das professionell machen wollen oder nur aus Spaß, auf Hobby-Ebene", erzählte Mick RTL. Die Frage wurde zum Startschuss eines neuen Kapitels der Schumacher-Story, denn der Junior überlegte nicht lange: "Ich habe natürlich klipp und klar gesagt: Ich will das professionell machen."

Von da an verbrachten Vater und Sohn unzählige Stunden auf und neben der Kartbahn: "Wir sind an Tagen hingefahren, an denen die Strecke geschlossen war und wir unsere Runden dort drehen durften. Und das ganze Rumgeschraube, um schneller zu sein. Das war die schönste Zeit", erinnert sich Mick.

Großer Name - Türöffner oder Belastung für Mick Schumacher?

Mick Schumacher Kart
Jeder fängt mal klein an: Mick Schumacher zu Beginn seiner Rennfahrer-Karriere
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Seit der 19-Jährige über die Rennstrecken rast, fährt unvermeidlich der Vergleich mit "Schumi" mit. "Mir macht es in dem Sinne nichts aus", sagte der Formel-3-Europameister: "Ich würde mich immer mit den Besten vergleichen, und mein Papa ist halt der Beste. Er ist gleichzeitig mein Idol." Bei diesen Worten strahlen Micks Augen.

Dass ein großer Name auch ein schwerer Rucksack sein kann, ahnte Michael schon zu Beginn von Micks Karriere: "Man hat zwar Vorteile in so einer Situation, weil man natürlich Türen geöffnet bekommt und dadurch gewisse Dinge leichter hat. Aber letzten Endes, wenn es darum geht sich zu beweisen, sitzt man alleine da." Und dann liege die Last eher noch stärker auf den Schultern.

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Fan-Fantasien: Schumi in der Königsklasse

9 Mick Schumacher (DEU, SJM Theodore Racing by PREMA, Dallara-Mercedes), Formula 3 Macau Grand Prix - FIA F3 World Cup (CHN), 15. - 18. November 2018 *** 9 Mick Schumacher DEU SJM Theodore Racing by PREMA Dallara Mercedes Formula 3 Macau Grand Prix F
Schumi junior beim Weltfinale der Formel 3 in Macao
imago sportfotodienst, imago/HochZwei/Suer, HOCH ZWEI / Thomas Suer

Diese Last bremst Mick nicht. Ein Blick auf die Saison 2018: Schumi jr. fliegt in der Formel 3 nach holprigem Start über die Pisten, erfüllt, übertrifft die hohen Erwartungen. Die Krönung: Der Titel in der Formel 3. Ein Ergebnis, das die Fantasie vieler Fans blühen lässt: Sie träumen vom neuen Schumacher in der Formel 1.

Für Weltmeister Lewis Hamilton steht fest: "Zu 100 Prozent sehen wir bald den nächsten Schumacher in der Formel 1. Wegen des Namens ja - und des großen Talents wegen, wie es auch sein Vater hatte." Und auch Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene fragt nur rhetorisch: "Wie kannst du in Maranello zu einem solchen Namen 'Nein' sagen?"

Sollte Mick in der Formel 1 in der Startaufstellung stehen und dabei wie Papa Michael in einem Ferrari sitzen, wird auf der Tribüne und vor den Fernsehgeräten kaum ein Auge trocken bleiben.