"Sie wurden teilweise in der Brandung zerschlagen!"

Schon wieder: Rätselhaftes Fischsterben in Schleswig Holstein

Das mysteriöse und sich immer wiederholende Fischsterben beschäftigt die Wissenschaftler seit Jahren.
Das mysteriöse und sich immer wiederholende Fischsterben beschäftigt die Wissenschaftler seit Jahren.
Friedrichs

Wer in diesen Tagen einen Strandspaziergang in Sankt Peter-Ording macht, erlebt mysteriöse Bilder: Massenhaft tote kleine Fische liegen am Strand. Dieses rätselhaftes Fischsterben an der Schleswig-Holsteinischen Nordseeküste beschäftigt die Wissenschaftler bereits seit ein paar Jahren. „Es handelt sich vermutlich um ein natürliches Phänomen“, so Rainer Schulz, Biologe der Schutzstation Wattenmeer im Gespräch mit RTL Nord.

Mysteriös: Fischsterben immer im Juni

Warum ersticken so viele Tiere?
Warum ersticken so viele Tiere?
Friedrichs

Am Strand von St. Peter-Ording im Kreis Nordfriesland und an anderen Stellen waren in den vergangenen Tagen - wie auch schon in den vergangenen beiden Jahren - hunderte Jungfische angespült worden. Viele von ihnen waren bereits verendet. „Die Jungfische haben noch keinerlei Erfahrung mit den Gezeiten. Sie sind vermutlich bei Ebbe in flachen Prielen zurückgeblieben und dort vermutlich erstickt. Am Wochenende hatten wir zudem Sturm und sie haben die Orientierung verloren oder sie wurden in der Brandung zerschlagen.“

Und immer wieder passiert das ganze im Monat Juni: auch 2020 waren im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer massenhaft tote und sterbende junge Heringe - angespült worden. Auch damals konnten die Wissenschaftler keine Ursache feststellen. (dpa/kst)