Schockdiagnose für 30-Jährige

Chronische Rückenschmerzen entpuppen sich als Krebs

Als Kerrie von ihrer Erkrankung erfährt, ist sie zutiefst schockiert.
Als Kerrie von ihrer Erkrankung erfährt, ist sie zutiefst schockiert.
© Kennedy News and Media

29. Oktober 2021 - 11:05 Uhr

Vermeintliche Arbeitswehwehchen mit dramatischem Hintergrund

Als Kerrie Webb (30) zunehmend unter Rückenschmerzen leidet, führt sie dies auf ihre Arbeit als Tierarzthelferin zurück, wo sie immer wieder schwere Hunde heben muss. Doch ihre körperlichen Leiden werden immer schlimmer – Unterleibschmerzen, Übelkeit, Harnwegsinfekte und Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr kamen hinzu. Als sie beschließt, einen Arzt aufzusuchen, erhält sie die schockierende Diagnose: Eierstockkrebs.

Im Oktober 2019 sucht die 30-Jährige zum ersten Mal einen Arzt auf

Als zu Kerries Rückenschmerzen auch noch Harnwegsinfektionen und Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr hinzukommen, sucht sie im Oktober 2019 einen Arzt auf: "Ich war zwei oder drei Mal beim Arzt und bekam Antibiotika gegen meine Harnwegsinfektionen, aber dann wurde ich ins Krankenhaus überwiesen. Dort fand man einen Polypen, den man entfernte, und stellte fest, dass ich Krebsvorstufen in der Gebärmutter hatte. Ich habe mir eine Spirale einsetzen lassen, weil man damit Krebsvorstufen in der Gebärmutter bekämpfen kann", erzählt die 30-Jährige aus Southampton, Hampshire.

"Der Arzt musste es drei mal wiederholen, weil ich es nicht begriffen habe"

Kerrie Eierstockkrebs
Ihr Verlobter Reece ist Kerries größte Stütze in dieser schweren Zeit.
© Kennedy News and Media

Im März dieses Jahres unterzieht sich Kerrie einer Ultraschalluntersuchung, die Ärzte entdecken Zysten an beiden Eierstöcken. Es werden eine sieben Zentimeter große Zyste sowie ihr rechter Eierstock entfernt. Doch damit noch nicht genug – im Juli stellt sich bei der Analyse der herausgenommenen Zyste heraus, dass Kerrie unter Eierstockkrebs leidet. Für die 30-Jährige und ihren Verlobten Reece Stafford (32) ist dies ein großer Schock, da die beiden sich gemeinsame Kinder wünschen: "Als der Arzt mir die Ergebnisse mitteilte, hörte ich nur ,Sie haben Krebs'. Ich glaube, er musste es dreimal wiederholen, weil ich es nicht begriffen habe. Zum Glück war Reece bei mir und hat alles mitbekommen, aber es war eine herzzerreißende Nachricht."

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Vor der Chemotherapie lässt sie Embryonen einfrieren

Da der Krebs zu diesem Zeitpunkt noch nicht gestreut hat, versuchen Fruchtbarkeitsspezialisten, ihre noch gesunden Eizellen zu retten und Embryonen vor Beginn der Chemotherapie einzufrieren, um künftig eine künstliche Befruchtung zu ermöglichen: "Ich fühle mich wie auf einer Achterbahn, wir wollen unbedingt eine Familie gründen. Ich liebe Achterbahnen, aber ich bin bereit, aus dieser Achterbahn auszusteigen", so Kerrie. Aktuell befindet sie sich in der Chemotherapie, vier Behandlungen hat sie noch vor sich.

Lese-Tipp: Eierstockkrebs: Vorbeugung, Symptome und Therapie

Kerrie möchte auf die Erkrankung aufmerksam machen

Für Kerrie ist es wichtig, auf die Erkrankung aufmerksam zu machen: "Man denkt vielleicht, dass Krebs in der eigenen Familie nicht vorkommt, aber man weiß es einfach nicht. Ich möchte so viel Aufklärungsarbeit wie möglich leisten und die Menschen dazu ermutigen, alle Symptome untersuchen zu lassen." (jos)