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Schlechte Laune während der Periode? Eisenmangel könnte schuld sein

Eisenmangel kann sogar zu Depressionen führen.
An schlechter Laune während der Periode kann Eisenmangel schuld sein. © Praetorianphoto

Offenbar sind nicht nur Hormone die Übeltäter

"Die Hormone sind schuld!" Das ist die einhellige Meinung von Frauen, wenn es um Gereiztheit und schlechte Laune während der Periode geht. Doch Forscher fanden nun heraus: Möglicherweise ist auch ein Mangel an Eisen für die Stimmungsschwankungen während der Tage verantwortlich – auch wenn er nur minimal ist.

Bereits leichtes Eisendefizit kann Reizbarkeit verstärken

In einer Studie stellten Wissenschaftler der Nikolaus-Kopernikus-Universität im polnischen Torún fest, dass schon ein leichtes Eisendefizit während der Periode das Befinden von Frauen maßgeblich beeinflussen kann. Dies berichtete nun die britische Daily Mail. Alle 23 Teilnehmerinnen waren zwischen 20 und 34 Jahre alt, körperlich aktiv und hatten normalerweise ein gesundes Level an Eisen im Blut. Sie wurden während ihrer Periode diversen Tests unterzogen, unter anderem einem EEG, das die Aktivität des Gehirns misst, sowie der chemischen Untersuchung des Blutes.

Auch Konzentrationsfähigkeit leidet

Das Ergebnis: Im Vergleich waren die Frauen, bei denen der Blutverlust während der Tage einen leichten Eisenmangel auslöste – also einen Eisengehalt von unter 12 Mikrogramm pro Liter – deutlich reizbarer und schlechter gelaunt. Auch ihre Motivation und Konzentrationsfähigkeit war laut den Forschern beeinträchtigt. Die Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass ein Eisendefizit ein Risikofaktor für affektive Störungen wie Depressionen sein kann.

Eisenmangel weltweit eine der häufigsten Mangelerkrankungen

Eisenmangel ist weltweit eine der häufigsten Mangelerkrankungen. Das National Heart, Lung, and Blood Institute in den USA schätzt, dass insgesamt 20 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter an einer Eisenmangelanämie leiden, also einer Blutarmut. Das Defizit kann in Absprache mit einem Arzt über die Ernährung mit eisenhaltigen Lebensmitteln sowie Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden.

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