Hier schlängeln sich gerade nicht nur menschliche Touris

Schlangenplage! Auf Mallorca ist die Hufeisennatter los

Die Hufeisennatter hat sich auf Mallorca zur Plage entwickelt
© picture alliance

17. Juli 2020 - 16:13 Uhr

Ungebetene Gäste auf der Lieblingsinsel der Deutschen!

Durch Mallorcars Dörfer und Städte schlängeln sich gerade nicht nur die ersten Touristen, sondern auch noch ziemlich ungebetene Gäste. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Lieblingsinsel der Deutschen hat ein Problem mit Schlangen, allen voran mit sogenannten Hufeisennattern. Der zischende Eindringling soll deswegen sogar auf Mallorca ausgerottet werden. Und auch Touristen sollten sich vor einer unfreiwilligen Begegnung in Acht nehmen.

Fast 70 Schlangen in nur drei Gemeinden

Allein in drei Gemeinden wurden auf Mallorca nun 68 Schlangen gefangen: Lloret, Maria und Sineu. Die meisten von ihnen gehören der Spezies der Hufeisennatter an. Diese Schlangenart ist eigentlich nicht heimisch auf Mallorca, wurde aber vor einigen Jahren dort ausgesetzt. Seitdem vermehrt sich die Hufeisennatter vor allem im Nordosten der Insel fröhlich, denn sie hat auf der Insel keine natürlichen Feinde.

Kein Wunder, denn bei ihrer Erscheinung kann dem herkömmlichen Nicht-Biologen ganz schön angst und bange werden. Die Hufeisennatter kann nämlich so lang werden wie ein großgewachsener Mann: bis zu 1,90 Meter. Ihren Rücken schmücken ovale und rautenförmige Flecken. Auf ihrem Kopf hat sie zwei schwarze Querbinden.

Ist die Hufeisennatter gefährlich für Urlauber?

Zugegeben: Das klingt alles nicht besonders beruhigend. Menschen sollten sich auch in der Tat vor der Hufeisennatter in Acht nehmen. Sie ist zwar nicht giftig und somit lebensbedrohlich für den Menschen, aber trotzdem leicht reizbar. Und dann beißt diese Schlangenart gerne zu. Das kann ziemlich schmerzhaft für das Opfer sein. Grund zur Panik für Menschen vor der Hufeisennatter besteht aber nicht.

Schlecht für die Inselfauna

Viel besorgniserregender ist der negative Einfluss der Schlange auf Mallorcas Inselfauna. Da sie eigentlich nicht heimisch auf der Insel ist, frisst sie zum Beispiel dort ansässige Eidechsenarten. Das kann das Ökosystem der Baleareninsel durcheinander bringen. Deswegen wollen die mallorquinischen Behörden der Schlange jetzt auch an den Kragen. Auch über Ausrottungspläne wird nachgedacht.