Aufstiegsfeier außer Kontrolle

Schockierender Bericht: Schalke-Fan schildert "Todesangst" bei Platzsturm

Zwischen Ekstase und Eskalation Schalke Aufstiegsfeier
02:30 min
Schalke Aufstiegsfeier
Zwischen Ekstase und Eskalation

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Königsblaue Glückseligkeit in Gelsenkirchen! Am Ende einer schwierigen Saison macht der FC Schalke 04 am vergangenen Samstag mit einem spektakulären Sieg gegen den FC St. Pauli (3:2) die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga klar. Die Euphorie ist grenzenlos! Auch auf den Tribünen. Nach dem Schlusspfiff drängen die Fans in Massen wild und enthemmt auf den Rasen. Zu ihren Aufstiegshelden! Die Situation gerät zeitweise außer Kontrolle. 18 Verletzte vermeldete die Polizei im Anschluss an die Feierlichkeiten.

"Unverschämtheit" von Schalke

Einer von denen, für den die Euphorie zur Hölle wird, ist Ralf Höfs, der sich nun via "Bild" zu Wort meldete und schockierende Details der Geschehnisse rund um den Platzsturm schilderte. "Ich war nicht zum ersten Mal in der Nordkurve – aber bei diesem Spiel waren meiner Meinung nach viel zu viele Menschen auf der Tribüne. Es war pures Chaos! Ich wurde eingequetscht und bekam keine Luft mehr. Ich hatte große Angst, dass ich sterbe!“

Der 57-Jährige erhebt schwere Vorwürfe gegen die von Schalke engagierten Sicherheitsdienst der Stölting-Gruppe. "Ich habe lauthals um Hilfe geschrien – aber die Stölting-Mitarbeiter in den orangefarbenen Jacken haben sich einfach kaputtgelacht. Diese dramatische Situation werde ich niemals in meinem Leben vergessen!", so Höfs, der bewusstlos und von einem anderen S04-Fan aus dem Getümmel gezogen wurde. Was für eine krasse Schilderung! Gänsehaut. Höfs wurde nach einer Not-Behandlung in der Arena ins Krankenhaus gebracht.

Auch sein Herzensklub kommt nicht gut weg. "Ich finde es eine Unverschämtheit, dass Schalke die Situation so herunterspielt. Die wollen das geschickt unter den Teppich kehren", klagte Höfs. Er will nun juristische Schritte gegen Stölting und den siebenmaligen deutschen Meister prüfen. Gegenüber "Bild" äußerte sich auch der FC Schalke inzwischen zu den Vorwürfen. Man wolle den "Hinweisen intensiv nachgehen", heißt es in dem Statement. (tno)