Ärztekammer warnt vor ihm Sachsen: Gelernter Gärtner wollte sich als Arzt ausgeben und Praxis in Zschopau eröffnen
Die Sächsische Landesärztekammer warnt vor einem angeblichen Arzt. Der Mann wollte offenbar in Zschopau eine Praxis für Allgemeinmedizin eröffnen – die nötigen Urkunden und Dokumente dafür hatte der Mann sich im Internet beschafft, wie er im Interview mit RTL-Reporter Frank Vacik erzählt. Ingo L. hat nämlich nie Medizin studiert, sondern ist eigentlich gelernter Gärtner. Das Interview mit dem Fake-Arzt – in unserem Video.
Sächsische Landesärztekammer kam dem falschen Doktor auf die Schliche
Aufgeflogen ist der vermeintliche Schwindel, als sich der falsche Arzt bei der Sächsischen Landesärztekammer registrieren wollte. „Der Beschuldigte soll versucht haben, sich bei der Sächsischen Landesärztekammer mit einer gefälschten Approbationsurkunde als Arzt anzumelden“, teilte die Chemnitzer Oberstaatsanwältin Ingrid Burghart mit.
Daraufhin habe die Ärztekammer den Mann angezeigt. Denn eine gültige Approbation, die jeder Arzt braucht, um nach dem Studium praktizieren zu dürfen, konnte Ingo L. nicht nachweisen. Die nun ausgesprochene öffentliche Warnung soll Patienten schützen. "Wir empfehlen Patientinnen und Patienten nachdrücklich, etwaige zurückliegende Behandlungsmaßnahmen bei der Polizei anzuzeigen", heißt es von Seiten der Kammer.
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Chemnitzer Staatanwaltschaft ermittelt gegen Ingo L.
Im RTL-Interview erklärt der Beschuldigte, dass ihm die Arbeit als Gärtner „nicht so gelegen habe“. Er habe einfach Menschen helfen wollen, darum habe er sich entschieden in Zschopau, wo es sonst nicht viele andere Ärzte gebe, eine Praxis zu eröffnen. Behandelt habe er aber noch niemanden.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen wegen Urkundenfälschung und des Missbrauchs von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen gegen Ingo L. Besonders makaber: Der gelernte Gärtner soll nicht nur versucht haben, sich bei der Ärztekammer anzumelden, sondern er wollte sich offenbar auch bei der Bundesärztekammer in eine Liste von Ärzten aufnehmen zu lassen, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten, bestätigte die Staatsanwaltschaft Chemnitz auf RTL-Anfrage. (xas, jgr)





























