Besitzer ist fassungslos: "Schock. Wut. Einfach nur schrecklich"

Rottweiler-Paar attackiert mehr als 15 Schafe und richtet Blutbad an

Wie gefährlich sind Rottweiler wirklich?
Ein Rottweiler-Paar richtete in der Nähe von Groitzsch ein Blutbad an. (Foto: Motivbild)
dpa bildfunk

Mittwochvormittag (25.01.) machte ein Revierjagdpächter, in der Nähe von Groitzsch, Sachsen, eine grausame Entdeckung. Ein Rottweiler-Pärchen wütete in einer Schafsherde: „Das war kein schöner Anblick vor Ort. Ein Schaf war schon tot, ein zweites musste vom Tierarzt eingeschläfert werden!" 15 von 27 Schafen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Besitzer der Herde ist fassungslos.

Trotz Stromzaun griffen die Hunde an

Für dieses Schaf kam nach der Rottweiler-Attacke jede Hilfe zu spät.
Für dieses Schaf kam nach der Rottweiler-Attacke jede Hilfe zu spät.
Privat

Trotz eines 1,06 Meter hohen, unter Spannung stehenden Wolfsschutzzauns, hinterließen die Hunde 15 verletzte Schafe. Der Jagdpächter meldete sich umgehend beim Besitzer der Herde, Christian Koschnicke. Dieser informierte sofort die Polizei.

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Laut Koschnicke waren die Hunde bei einem Bekannten des Hundehalters untergebracht, der in einem Mehrfamilienhaus wohnt. Hier ließ wohl jemand das Tor zum Grundstück offen stehen, sodass die 50 Kilogramm schweren Tiere ausbüchsen konnten.

Tierarztkosten für verletzte Schafe belaufen sich auf 2.000 bis 3.000 Euro

Der  Tierarzt Jörg Skur kümmert sich noch am selben Tag um die verletzten Schafe, die teils schwere Bisswunden an den Ober- und Unterschenkeln,  am Hals und Genitalien davontrugen.
Der Tierarzt Jörg Skur kümmert sich noch am selben Tag um die verletzten Schafe, die teils schwere Bisswunden an den Ober- und Unterschenkeln, am Hals und Genitalien davontrugen.
Privat

Die Bilder der Bluttat wird der Schafsbesitzer nicht so schnell vergessen können: „Schock. Wut. Einfach nur schrecklich“, so beschreibt er seine Eindrücke vom Ort des Geschehens. Die Schuld für die Bluttat sieht er aber nicht bei den Rottweilern: „Die Hunde können nichts dafür. Es ist der Halter, der das aus ihnen macht“, so Koschnicke weiter. Und gegen den möchte der Herden-Besitzer jetzt gerichtlich vorgehen.

Laut Koschnick behauptet der Hundehalter, dass ein Wolf die Schafe verletzt beziehungsweise getötet hätte. Seine Hunde hätten den Wolf lediglich verjagt. Koschnick wird jetzt zivilrechtlich gegen den Hundebesitzer klagen. Neben dem Leid der Tiere, belaufen sich die Tierarztkosten auf 2.000 bis 3.000 Euro. Dazu kommen noch Wiederbeschaffungs- und Rechtskosten und natürlich die schrecklichen Bilder, die Koschnicke weiter verfolgen werden. (jlü)