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Rottweiler

Mit seinem mächtigen Aussehen weiß der Rottweiler zu imponieren. Als eine der ältesten Hunderassen Deutschlands lässt er sich vielfältig einsetzen.

Rottweiler picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopres

Der Rottweiler ist eine der kräftigsten deutschen Hunderassen. Als potenziell gefährlicher Hund steht er in manchen Bundesländern auf der Rasseliste.

Der Metzgershund aus Rottweil

Einst war der Rottweiler ein beliebter Wach- und Herdengebrauchshund der Viehhändler und Metzger. Die meisten Hunde dieser Rasse lebten in der Gegend um Rottweil in Baden-Württemberg. Dieser Tatsache verdankt der Rottweiler seinen Namen. Seine Rassebezeichnung trägt er seit dem späten Mittelalter. Überregionale Bekanntheit erlangte der Hund im 18. und 19. Jahrhundert, als Rottweil zum bedeutenden Viehhandelszentrum avancierte. Die Metzgerhunde trieben und bewachten die Großviehherden. Schon damals erfolgte eine gezielte Auslese hinsichtlich bestimmter Eigenschaften wie Ausdauer, Intelligenz, Gesundheit und Treibfähigkeit.

Der Rottweiler: eine stattliche Erscheinung

Alle Rottweiler besitzen schwarzes, kurzes Fell mit rotbraunen Abzeichen an den Beinen, unter der Schwanzwurzel, an der Brust und in Teilen des Gesichts, den so genannten Brand. Das Kupieren der Hängeohren ist heute nicht mehr üblich. Mit einer Schulterhöhe von bis zu 68 cm beim Rüden und 63 cm bei der Hündin zählt der bis zu etwa 100 Kilogramm schwere Rottweiler zu den massigeren Hunderassen. Trotz seines stämmigen Körperbaus besitzt er eine sportliche Erscheinung. Er ist kräftig, ausdauernd und zugleich wendig. Sein starkes Gebiss prädestiniert ihn zum Wach- und Schutzhund. Beim Militär und der Polizei findet der Rottweiler als Diensthund Verwendung. Auch als Rettungs- und Suchhunde sind Rottweiler im Einsatz. Bei guter Auslastung zeigen die Hunde zumeist ein ruhiges und ausgeglichenes Wesen, eine hohe Reizschwelle und stabile Nerven. Eine kompetente Führungsperson ist wichtig, um den Charakter des selbstbewussten und mutigen Hundes zu formen.

Sind Rottweiler gefährlich?

Fakt ist, dass der Rottweiler in der Statistik der tödlichen Beißunfälle weit vorn steht. Die Auffälligkeitsrate ist höher als bei vielen anderen Hunderassen. Deshalb führen einige Bundesländer den Rottweiler als Listenhund mit entsprechenden Auflagen. Von Natur aus sind Rottweiler nervenstark und ihrer Familie gegenüber treu ergeben. Fremden begegnen sie häufig misstrauisch. Die Gebrauchs- und Arbeitshunde benötigen eine konsequente, aber liebevolle Führung durch eine fachlich kompetente Bezugsperson. Ein Heranführen und Gewöhnen an verschiedene Alltagssituationen ist von klein auf notwendig.