Pfandbon-Ansage geht viral

Rewe-Kassierern reicht's: Kein Bock auf angesabberte Papierfetzen!

Ekel-Bons für Kassierer
"Nicht in den Mund nehmen!" Rewe-Filiale in Taunusstein kämpft gegen angesabberte Pfandbons!
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Flaschen in den Leergutautomaten, doch was tun mit dem Pfandbon? Einfach in die Hand und weiter einkaufen, direkt in die Tasche oder vielleicht kurz zwischen den Lippen parken? In Taunusstein bei Wiesbaden scheint das in einer Rewe-Filiale eine gängige Art zu sein, zum Leid der Kassierer. Damit soll jetzt aber Schluss sein!

„Nicht in den Mund nehmen!“

Durchweichte Papierstücke, klebrige Fetzen, auf denen schon nichts mehr leserlich ist – das sind die Pfandbons, die die Kassierer in Taunusstein von ihren Kunden in die Hand gedrückt bekommen.

Jetzt reicht’s! Die Mitarbeiter der Rewe-Filiale sagen den Ekel-Bons den Kampf an. Und wie könnte man das besser als mit einem ausdrucksstarken Zettel?

„Verehrte Kunden, aus hygienischen Gründen bitten wir Sie, die Leergutbons nicht in den Mund zu nehmen. Vielen Dank!“, schreiben die Angestellten auf ihr Abschreck-Schild.

Ist aber auch eklig, wenn man mal bedenkt, dass wir in den letzten Jahren vor dem Speichel anderer nur so davon gelaufen sind.

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Follower schreiben: „Fühle mich direkt schlecht.“

Dieser abschreckende Zettel geht zurzeit auf Instagram viral, der Account „Notes of Germany“ schreibt dazu: „Nichts darf man mehr.“

Es ist aber auch eine harte Vorschrift, an die sich scheinbar grundsätzlich kaum jemand hält. Während eine Person das Foto so kommentiert: „Ja Pfui Deibel, wer macht denn auch sowas!“, gibt der Großteil der Follower ihren Fauxpas zu. Erwischt! „Mache ich leider auch immer“, schreibt eine andere mit einem Lachsmiley. Ein anderer Leser: „Come on, wer noch nie in Verzweiflung mit vollen Händen auf diese Haltemethode zurückgegriffen hat, werfe den ersten Pfandbon…“

Naja, sollte man nicht eigentlich die Hände wieder frei haben, wenn einmal alle Flaschen abgegeben sind? Klar, mal muss man nach der Geldbörse suchen oder das letzte Päckchen Nudeln in der Hand balancieren… aber der Bon in den Mund, das muss doch echt nicht sein.

Lese-Tipp: Pfand, oder kein Pfand?

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Leergutbons können giftig sein

Mund als dritte Hand hin oder her. Neben dem Ekel-Faktor für die Kassierer kann das Papierchen zwischen den Zähnen auch für Sie schädlich sein.

Denn bei Pfandbons gilt genau wie bei Kassenbons: Das Thermopapier beinhaltet Bisphenol A. Und das ist ein Giftstoff! Adipositas, Schilddrüsenstörung, Unfruchtbarkeit – alles Dinge, die durch die Aufnahme dieses Stoffes begünstigt werden können.

Also vielleicht doch lieber Mund zu und Zettel in die Hand. Damit machen Sie alle Beteiligten glücklich!