Neue Optik fürs Zuhause

Renovieren: Das sollte man beim Tapezieren beachten

Einfarbig, mehrfarbig oder mit Muster? Tapezieren und streichen ist lästig, aber notwendig.
Einfarbig, mehrfarbig oder mit Muster? Tapezieren und streichen ist lästig, aber notwendig.
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18. Februar 2021 - 16:17 Uhr

Die Wandfarbe ist ein Wohlfühlfaktor

Triste Stimmung in Zeiten der Corona-Pandemie? Wer aus dem Homeoffice arbeitet, in Kurzarbeit ist oder seine Kinder zuhause unterrichtet, dem kann in Lockdown-Zeiten schnell die Decke auf den Kopf fallen. Abhilfe schafft ein gemütliches, farbenfrohes Zuhause. Allen voran spielt die Wandfarbe eine große Rolle als Wohlfühlfaktor. Weiße, undekorierte Wände wirken oft kalt und ungemütlich. Farbige oder gestrichene Tapeten bringen Pep und nach Belieben auch kreative Muster in die eigenen vier Wände - und sie lassen sich selbst anbringen.

Manche Motive machen kleine Zimmer optisch größer

Wer in Corona-Zeiten unter Fernweh leidet, kann sich sogar Strand und Meer mithilfe einer Foto-Tapete* 🛒 nach Hause holen. "Die dadurch hervorgerufenen Emotionen wirken sich positiv auf Stimmung und Zufriedenheit aus", erklärt der Verband der Deutschen Tapetenindustrie. Zugleich können Fototapeten die Dimensionen von Wohnräumen verändern, sprich: Motive, die die Illusion räumlicher Weite hervorrufen, strecken kleine Zimmer optisch, Holz- und Zen-Motive hingegen wirken beruhigend.

Ebenfalls im Trend sind Tapeten in pastelligen Farben* 🛒 und Naturtöne mit Blau und Grün gemischt. Diese unterstreichen den modernen Hygge-Stil. Auch Tapeten mit großen Blattmotiven oder abgeklebten Streifen können etwa mithilfe der Schablonentechnik umgesetzt werden. Wer sich für eine Tapete entschieden hat, sollte diese Tipps befolgen, damit beim Tapezieren nichts schiefgeht.

Die richtige Vorbereitung fürs Tapezieren

Bevor es losgeht, sollten Heimwerker überprüfen, ob sie alle nötigen Materialien und Werkzeuge zusammen haben. Wichtige Utensilien sind

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Um ausreichend Platz zu haben und keine Möbel zu beschädigen, sollte der Raum, in dem die Tapete angebracht wird, möglichst leer sein. Steht noch etwas in der Mitte des Zimmers, schützt eine Abdeckfolie* die Möbel. Anschließend die alte Tapete vollständig entfernen und den Boden vor der Wand abdecken. Besonders wichtig: unbedingt den Strom ausstellen. Danach alles für das Tapezieren vorbereiten, sprich: den Tapeziertisch aufstellen und das Material bereitlegen.

Lotstrich nicht vergessen

Bevor die Tapete an die Wand kommt, sollten Hobbyhandwerker zunächst einen Lotstrich einzeichnen, der dafür sorgt, dass die erste Bahn gerade an die Wand kommt.

Tipp: Die Tapetenbreite abzüglich zwei bis drei Zentimeter nehmen, danach an dieser Breite Punkte an die Wand malen und diese anschließend mithilfe einer Wasserwage zu einer senkrechten geraden Linie verbinden. Ihr entlang die Tapete anbringen und das überstehende Ende um die Raumecke kleben. Der Tapeten-Hersteller Erfurt empfiehlt, immer in einer Zimmerecke am Fenster zu beginnen und vom Licht wegzuarbeiten. Ist dieser Schritt erledigt, kommen die Tapeten zum Einsatz. Diese in Wandhöhe zzgl. zehn Zentimeter zuschneiden.

Raufasertapete blasenfrei an der Wand auftragen - so gelingt es

Den Kleber anrühren und nach Herstellerangaben quellen lassen. Dann die Raufaser* auf dem Tapeziertisch einkleistern, zusammenlegen und anschließend ca. 10 Minuten einweichen lassen. Die Bahn dann oben an der Wand ansetzen - ein Stückchen zur Decke hin überstehen lassen - und an der vorgezeichneten Linie entlang nach unten anlegen. Damit die Tapete keine Blasen bildet, mit der Tapezierbürste mit leichtem Druck von der Mitte zur Seite streichen. Dadurch entweicht überschüssige Luft und der Kleister verteilt sich gleichmäßig. Danach die weiteren Bahnen an der Wand anbringen. Für einen nahtlosen Übergang kleben die Bahnen direkt nebeneinander und nicht übereinander.

Vliesfaser tapezieren: Wand statt Tapete einkleistern

Hängt die Tapete an der Wand, werden die Überstände oben und unten abgeschnitten. Tipp: Damit sich die Tapete beim Trocknen nicht verzieht, sollte keine Zugluft durch das Zimmer wehen, und die Heizung sollte während des Trocknens nicht auf voller Stufe heizen.

Anders funktioniert der Tapeziervorgang bei einer Vliesfasertapete*. Anstatt diese mit dem Kleber zu bestreichen, landet der Kleber direkt auf der sauberen Wand. Danach die trockene Tapete an die gewünschte Stelle anbringen, von oben nach unten. Wie bei der Raufasertapete sollte auch die Vliesfasertapete ein Stückchen an der Decke überstehen. Damit sich keine Blasen bilden, die Tapete nach jedem Schritt mit der Tapezierbürste glattstreichen.

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