Reaktion auf Schleu-Debakel bei Olympia

Bredow-Werndl fordert Änderungen im Modernen Fünfkampf

17. September 2021 - 19:39 Uhr

Pferd und Athlet sollen sich kennen

Auch Dressur-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl sieht die Sportart Moderner Fünfkampf kritisch - und wünscht sich für die Teildisziplin Reiten eine Veränderung. "Ein großer Vorteil wäre es auf jeden Fall, wenn sie ihre eigenen Pferde hätten", sagte die 35-Jährige dem SID an Rande des CHIO in Aachen : "Das wäre für Pferd und Reiter auf jeden Fall fair. Die kennen und vertrauen sich."

Schleu-Debakel wirkt noch nach

Sollte dies aus finanziellen Gründen nicht möglich sein, müsse das gesamte Reglement überdacht werden. Nach den aktuellen Regeln werden den Fünfkämpfern die Pferde zugelost, bei den Olympischen Spielen in Tokio hatte das Anfang August zu denkwürdigen Szenen geführt.

Besonders der Auftritt der Fünfkämpferin Annika Schleu sorgte für große Empörung und löste eine Diskussion für mehr Tierwohl aus. Schleu hatte unter Tränen versucht, ihr zugelostes und völlig verunsichertes Pferd mit Gerte und Sporen zurück in den Parcours zu bringen, jedoch ohne Erfolg.

Auch Dressur-Legende Isabell Werth kritisierte den Reitmodus im Modernen Fünfkampf mehrfach, forderte Änderungen im Reiten. (sid/mar)