Neue Autos, neue Regeln

So soll sich die Formel 1 ab 2021 verändern

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18. Juli 2019 - 10:32 Uhr

Regel-Revolution ab 2021

Ab 2021 soll alles anders werden in der Formel 1: Bevor der Motorsport-Weltverband FIA im Oktober offiziell die Regel-Reformen präsentiert, haben die Formel-1-Bosse jetzt erste Einblicke gegeben, was sich demnächst ändern soll.

Autos sollen mehr Zweikämpfe zulassen

Komplexe aerodynamische Details und Probleme mit schnell abbauenden Reifen könnten bald der Vergangenheit angehören: Eine Grundidee der Forschungsgruppe unter Formel-1-Sportchef Ross Brawn ist es, viele der aerodynamischen Details loszuwerden. Besonders im Bereich der Flügel: Der Frontflügel soll in Zukunft stark vereinfacht und deutlich weniger empfindlich designt werden. So könnte es für die Fahrer wieder leichter werden, dicht hintereinander zu fahren und spannende Zweikämpfe zu führen.

Auch in Sachen Reifen soll sich einiges tun: Die neuen Pneus sollen den Fahrern erlauben, zu jeder Zeit alles zu geben - und im Rennen nicht nur an das unbeliebte Reifen-Management zu denken.

Starke Fahrer sollen wichtiger werden

Schon vor einem Rennen sind die Favoriten auf einen Sieg und das Podium derzeit klar: An den Top-Autos von Mercedes, Ferrari und Red-Bull ist unter normalen Umständen für die anderen Teams kein Vorbeikommen. Das soll sich ändern: "In den nächsten Jahren wird die Formel 1 noch spannender sein, sodass ein sehr gutes, finanziell aber nur durchschnittliches Team auch für einige Überraschungen vorne sorgen kann", so Ross Brawn. "Genau das wollen wir. Wenn man einen Charles Leclerc oder Max Verstappen in einem Mittelfeld-Team hat, kann das dann den Unterschied machen."

Ein starker Fahrer soll wichtiger sein, als ein starkes Auto. Das Team um Brawn diskutiert derzeit deshalb auch, ob während des Rennens weniger Fahrer-Coaching des Teams über den Funk erlaubt werden soll. Außerdem könnten einige Elemente des Autos vereinheitlicht werden, zum Beispiel das Bremssystem, die Felgen oder die Motorkühlung. So könnten auch die Teams mit weniger Budget wieder größere Chancen auf einen Rennsieg haben.

Budgetobergrenze als Chance für kleinere Teams

Nicht nur Standardteile, auch eine Budgetobergrenze soll es kleineren Teams ermöglichen, zu den Top-Teams aufzuschließen. Auch soll es eine festgelegte Mitarbeiterzahl pro Rennstall geben, die nicht überschritten werden darf.