Warum so viel Bargeld dabei?

Rastplatz Stillhorn: Zollkontrolle beschlagnahmt 28.000 Euro

Beamte des Zolls bei der Kontrolle von Autofahrern.
Beamte des Zolls bei der Kontrolle von Autofahrern.
© Hauptzollamt Hamburg

02. Dezember 2021 - 9:33 Uhr

Erklärung des Autofahrers klingt konstruiert

Pech und eine schlechte Ausrede hatten Fahrer und Mitfahrer eines privaten Pkw am 25. November. Beamte des Zolls halten das Fahrzeug mit belgischem Kennzeichen auf dem Rastplatz Hamburg-Stillhorn an. "Im Verlauf der Kontrolle wurden die zwei Insassen nach mitgeführten Waren befragt," erläutert Oliver Bachmann vom Hauptzollamt Hamburg in einer Mitteilung.

Angeblich sollte ein Auto gekauft werden

"Tatsächlich wurde das Mitführen von 15.000 Euro Bargeld zum Zwecke eines Autokaufs in der Hamburger Innenstadt angegeben." Weitere Durchsuchung des Fahrzeugs hätten dazu noch zusätzliche 12.490 Euro zum Vorschein gebracht. "Spontan wurde auch für dieses Bargeld eine Begründung geliefert - auch hier sollte ein Fahrzeug in Hamburg für einen Bekannten erworben werden," so Bachmann.

Ermittlungen dauern an

Da die Insassen des kontrollierten Autos recht konkrete Angaben zum ersten Kaufinteresse gemacht hatten, konnten die Beamten die vermeintlichen Verkaufsangaben überprüfen, allerdings waren die Angaben nicht nachzuvollziehen. Daraufhin ermittelte das Zollfahndungsamt Hamburg weiter. Weil der gesamte Sachverhalt doch sehr konstruiert klang, wurden ein Clearingverfahren eingeleitet. Hier müssen die Angaben der Beteiligten schlüssig belegt werden. Das Bargeld ist zurzeit sichergestellt.

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Anmeldepflicht ab 10.000 Euro

Die Kontrolleinheiten des Zolls überwachen an Grenzen und im Landesinneren die Einhaltung der Anmeldepflicht. So müssen mitgeführte Barmittel und gleichgestellte Zahlungsmittel im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr auf Befragen mündlich angezeigt werden. Bei Reisen aus einem oder in ein Drittland müssen Reisende die Barmittel sogar von sich aus anmelden. Zu Barmitteln zählen unter anderem Bargeld, Schecks, Aktien oder auch Sparbücher. Verstöße gegen die Anmeldepflicht können als Ordnungswidrigkeit geahndet und mit einem Bußgeld belegt werden. (nid)