Gangster-Rapper Gzuz wieder vor Gericht - Zeuge: "Er hatte ganz große Pupillen"

Video: Waffenbesitz? Schwiegervater soll Gzuz entlasten

08. Juli 2020 - 9:13 Uhr

Prozess gegen Rapper Gzus: Rettungssanitäter sagt als Zeuge aus

Es scheint eine unendliche Geschichte zu sein. Nachdem letzte Woche eine 19-Jährige unerwarteterweise ihre Anzeige wegen Körperverletzung gegen Gzuz zurückgezogen hatte, sagt jetzt der nächste Zeuge wegen einer anderen Straftat vor dem Hamburger Amtsgericht gegen den Rapper aus. Dieses Mal handelt es sich um einen Rettungssanitäter. Am 13. Februar diesen Jahres soll Gzuz gemeinsam mit einem Kumpel versucht haben auf einer Tankstelle in Hamburg, eine Sauerstoffflasche aus einem Krankenwagen zu klauen.

Gzus fühlte sich nach eigener Aussage von Rettungssanitäter bedrängt

Der Hamburger Rettungssanitäter war zusammen mit seinem Kollegen in der Tankstelle, als sie bemerkten, dass sich die beiden Männer an ihrem Krankenwagen zu schaffen machten. "Mir ist aufgefallen, dass Gzuz große Pupillen hatte." Ob Gzuz zum Tatzeitpunkt unter Drogen oder Alkoholeinfluss stand, ist noch nicht geklärt.

Allerdings empfand der Sanitäter das Verhalten des Rappers als merkwürdig. "Es war komisch, dass er mir sehr nah gekommen ist - für mich bedränglich nahe." Gzuz entschuldigte sich am Ende der Befragung mit den Worten: "Es tut mir Leid", bei dem 22-Jährigen Sanitäter aus Hamburg. Ob das seine Strafe mildert, ist fraglich.

GZUZ drohen bis zu 5 Jahre Haft

Das Strafregister von Gzuz ist lang: Körperverletzung, illegaler Waffenbesitz in mehreren Fällen und nun der versuchte Diebstahl der Sauerstoffflasche. Dem Rapper drohen jetzt bis zu fünf Jahre Haft.

Weiteres Mitglied von 187 Straßenbande verurteilt

Erst vor gut einem Monat wurde Rapper Maxwell, ebenfalls Mitglied der berühmt-berüchtigten Truppe 187 Straßenbande, vor Gericht verurteilt. Der Rapper wurde wegen Waffen- und Drogenbesitzes verurteilt, weil in seiner Wohnung 2018 Marihuana, Kokain und ein Schlagring gefunden wurden. Er muss jetzt eine satte Geldstrafe von 20.000 Euro zahlen.