Sein Kiefer hörte nicht mehr auf zu wachsenOP erlöst Student (20) von seinem Prognathismus

Ein junger Mann mit verlängertem Unterkiefer
Arthur Cederborg: Er litt an Prognathie.
Arthur Cederborg, Arthur Cederborg/ CATERS NEWS, Caters News

Es waren qualvolle Jahre: Seit seiner Geburt litt Arthur Cederborg (20) aus Stockholm an der seltenen Krankheit Prognathie. Die führte dazu, dass sein Unterkiefer während seiner Pubertät nicht mehr aufhörte zu wachsen. Neben den körperlichen Auswirkungen hatte diese Anomalie aber auch einen starken Einfluss auf das mentale Wohl des Studenten. Heute jedoch ist er nicht mehr wiederzuerkennen.

Das Selbstbewusstsein hat stark gelitten

Schon immer hatte er einen auffälligen Kiefer, der etwas größer war als bei anderen Kindern, sagt Arthur Cederborg in einem Interview mit der Daily Mail. Aber während der Pubertät wuchs sein Kiefer dann weiter und hörte gar nicht mehr auf. Die Folge: ein starker Überbiss.

Arthur sagt selber: „Ich hatte schon immer Probleme mit dem Selbstbewusstsein, was mit 15 Jahren durch den großen Kiefer seinen Höhepunkt erreichte. Aber jetzt bin ich ganz aus dem Häuschen darüber, wie es aussieht.“

Eine Schönheits-OP für 5000 Pfund

Arthur Cederborg nach seiner Operation.
Nicht wiederzuerkennen: Nach einer Operation hat der Student sein Selbstbewusstsein zurückgewonnen.
Arthur Cederborg, Arthur Cederborg/ CATERS NEWS, Caters News

Das neu gewonnene Selbstbewusstsein verdankt der Student einer Schönheits-OP für 5000 Pfund – knapp 6000 Euro.

Bei einem regulären Zahnarztbesuch im Jahr 2017 empfahl ihm der Arzt, den Kiefer richten zu lassen. Der Arzt sagte ihm, dass man die Operation zwar idealerweise schon früher hätte machen sollen, es aber dennoch ratsam sei, sie nun durchzuführen, so Arthur Cederborg im Interview.

Obwohl es sich bei der Operation – der retromolaren sagittalen Osteotomie - um eine kosmetische Schönheitsoperation gehandelt hat, hat das schwedische Gesundheitssystem zum Glück des Studenten die gesamten Kosten der Behandlung übernommen.

Für Cederborg war es nicht nur eine optische Veränderung. Für ihn war es eine Befreiung von einer „mentalen Blockade“, wie er seinen ehemals zu großen Kiefer selbst bezeichnet. Bisher war der Student aufgrund des geringen Selbstbewusstseins auch wenig erfolgreich in der Frauenwelt unterwegs, wie er selbst sagt. Jetzt sieht das ganze schon anders aus. Derzeit ist er nach eigenen Angaben Single. Aber er sagt: „Wer weiß, was die Zukunft bringt!“

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Eine kurze Operation mit großer Wirkung

Drei Bilder von Arthur Cederborg
Vorher und Nachher: Arthur Cederborg hat sich einer korrigierenden Schönheitsoperation unterzogen.
Arthur Cederborg, Arthur Cederborg/ CATERS NEWS, Caters News

Die als Prognathie bekannte Fehlbildung des Unterkiefers ist nicht weit verbreitet. Unter anderem können genetische Ursachen zu dieser Fehlstellung führen. Es kann aber auch vorkommen, dass der Knochen bereits im Mutterleib oder in der Kindheit falsch wächst.

Eine gerade einmal 30-minütige Operation konnte bei Cederborg die Fehlstellung beheben. Dabei wurde der Knochen beidseitig abgetrennt und nach hinten in die richtige Position geschoben. Wie der 20-Jährige berichtet, habe der Heilungsprozess bei ihm nicht lange gedauert. Auch Komplikationen wie Schmerzen und Taubheit habe er keine gehabt. Nach zwei Wochen haben die Schwellungen abgenommen, und bereits nach rund einem Monat hat die Vernarbung nachgelassen, erklärt der Student im Daily Mail Interview. (vho)