Er musste sie sein Leben lang mit dem Volk teilen

Versteckte Vorwürfe? Prinz Edward nimmt Abschied von Mama Queen Elizabeth II.

ARCHIV - Prinz Edward (49, Archivfoto vom 10.06.2013), jüngster Sohn von Queen Elizabeth II., hat seinen Besuch bei den Paralympics im russischen Sotschi wegen der Ukraine-Krise abgesagt. Er werde «auf Geheiß der Regierung» nicht nach Sotschi reisen,
Prinz Edward nimmt Abschied von seiner Mama.
dpa, Andy Rain

Jetzt hat es auch der jüngste Sohn von Queen Elizabeth II. übers Herz gebracht, sich von seiner geliebten Mama zu verabschieden. Nachdem die 96-Jährige am Donnerstag (8. September 2022) auf Schloss Balmoral friedlich eingeschlafen war, hatten alle auf ein Statement ihres Lieblingssohnes gewartet. Doch erst über eine Woche später teilte der Palast nun ein längeres Schriftstück Edwards. Und während er in den Zeilen auf die schönen und rührenden Momente mit seiner Mama eingeht, kann er sich versteckte Vorwürfe nicht verkneifen.

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Kinder der Queen ringen mit ihren Emotionen Kampf gegen die Tränen
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Kampf gegen die Tränen
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Prinz Edward musste die Queen stets teilen

„Wir sind als Familie mit dem Learning aufgewachsen, dass wir unsere Eltern, insbesondere unsere geliebte Mama, mit der Nation, dem Königreich und dem Commonwealth teilen müssen“ –mit diesen Worten startet der Abschiedsbrief, den Prinz Edward an die verstorbene Queen und ihr Volk richtet. Es ist deutlich heraus zu lesen, wie sehr der 58-Jährige sein Leben lang darunter gelitten hat, dass seine Mutter als Staatsoberhäuptin so eingespannt und dementsprechend wenig zuhause war. Gleichzeitig seien es aber heute vor allem die schönen Momente, an die er sich erinnere.

Es rühre ihn vor allem, dass seine zwei Kinder James, Viscount Severn und Lady Louise so viel Zeit mit ihren Großeltern verbringen konnten und die Möglichkeit hatten, von ihnen zu lernen und ihnen nachzuahmen. „Sophie und ich haben uns sehr darüber gefreut, dass unser James und unsere Louise die Orte und Aktivitäten genießen, die ihre Großeltern so sehr geliebt haben.“ Die Queen soll es genossen haben, ihre jüngsten Enkelkinder aufwachsen zu sehen. „Diese gemeinsamen Zeiten, diese glücklichen Erinnerungen sind nun für jeden von uns enorm wertvoll geworden“, so Edward.

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Dank ans Volk

In seinem Statement richtet sich Prinz Edward auch ans Volk und die zahlreichen trauernden Menschen, die der Majestät die letzte Ehre erwiesen haben: „Wir waren überwältigt von der Welle der Emotionen, die uns überflutet hat, und von der schieren Anzahl von Menschen, die sich alle Mühe gegeben haben, ihre Liebe, Bewunderung und ihren Respekt für eine so besondere und einzigartige Person auszudrücken, die immer für uns da war. Jetzt sind wir für sie da, vereint in Trauer“, heißt es in seinen Zeilen liebevoll.

Und er wolle das Volk noch eines wissen lassen: „Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Sie haben keine Ahnung, wie viel es bedeutet.“ Nahbarer, emotionaler und menschlicher hätte sich Edward wohl kaum zeigen können. (cch)