Postpartale Depression – wenn die Traurigkeit frischgebackene Mütter überkommt

Mama Kathy möchte mit ihren Bildern auf postpartale Depression aufmerksam machen.
Mama Kathy möchte mit ihren Bildern auf postpartale Depression aufmerksam machen.
© Facebook/Kathy DiVincenzo

16. Mai 2017 - 16:23 Uhr

Pures Glück sieht anders aus

Es sollte eigentlich einer der schönsten Tage im Leben einer Frau sein: die Geburt des eigenen Kindes. Doch viele sind nach der Entbindung total überfordert und kommen aus dem Tief nicht mehr raus. Frauen mit postpartaler Depression (oder auch postnatale Depression genannt) sind keine Seltenheit. Kathy DiVicenzo aus Amerika in eine von ihnen.

Unglücklich trotz Baby - Viele Mütter sind betroffen

Viele Frauen stürzt das eigentlich freudige Ereignis in die Krise: Sie erleiden eine postpartale Depression oder gar eine Psychose. In dieser besonders emotionalen Zeit sind Frauen ausgepowert und leicht reizbar. Es ist auch nicht immer einfach, mit den Veränderungen fertig zu werden, die die ständige Betreuung des Neugeborenen für das eigene Leben bedeutet. Deshalb ist es wichtig, tiefe Traurigkeit und Stimmungsschwankungen nach der Geburt ernst zu nehmen.

Darauf möchte die junge Amerikanerin Kathy DiVicenzo mit ihrem Facebook-Post aufmerksam machen. "Wir sollten aufhören, automatisch anzunehmen, dass nach der Geburt immer nur Euphorie herrscht, weil das für jede siebte Mutter nicht der Fall ist", erklärt sie. Und auch in Deutschland ist dies ein großes Thema. Immerhin bekommen etwa 15 Prozent der Frauen, die ein Kind zur Welt gebracht haben, eine postpartale Depression.

Es sollte kein Tabuthema sein

Ihr Post wurde bereits über 66.000 Mal geteilt und erhielt 43.000 Likes. Der Post beinhaltet zwei Bilder: Einmal sieht man die strahlende Mutter in einer perfekten Familien Idylle, einmal eine völlig zerzauste und erschöpfte Kathy, die ihre Kinder ignoriert. "Wir sollten aufhören, automatisch anzunehmen, dass nach der Geburt immer nur Euphorie herrscht, weil das für jede siebte Mutter nicht der Fall ist", schreibt sie. Denn viele betroffene Mütter schämen sich für ihr Leiden nach der Geburt und suchen keine professionelle Hilfe - obwohl sie diese dringend bräuchten.

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