Was für eine irre Show

Pöbel-Boxer Tyson Fury vermöbelt Deontay Wilder in einer epischen Schlacht - Niederschläge am Fließband

Tyson Fury packte harte Schläge aus.
Tyson Fury packte harte Schläge aus.
© REUTERS, STEVE MARCUS, cpg

10. Oktober 2021 - 16:17 Uhr

In der 11. Runde kommt Wilder nicht mehr hoch

Wow, wow, wow, was für eine epische Schlacht im Ring: Tyson Fury hat den dritten Teil der Box-Trilogie gegen Deontay Wilder gewonnen und damit seinen Schwergewichtsgürtel erfolgreich verteidigt. Der 33 Jahre alte Brite blieb in Paradise durch den K.o.-Sieg in der elften Runde auch im 32. Profikampf ungeschlagen.

"Wenn es darauf ankommt, werde ich immer liefern"

"Zweifelt niemals an mir. Wenn es darauf ankommt, werde ich immer liefern", sagte Fury nach seinem Triumph: "Ich habe immer gesagt, ich bin der Beste der Welt und er ist der Zweitbeste. Es war ein großartiger Kampf, der jeder Trilogie in diesem Sport würdig ist."

Beide Kämpfer gingen in einem spektakulären Fight vor 15.820 Zuschauern mehrfach zu Boden. Wilder landete in der dritten Runde erstmals auf der Matte, ehe Fury in der vierten Runde erstmals zu Boden ging. Nach sechs Runden sahen die Kampfrichter Fury leicht vorn, und der 33-Jährige machte weiter Druck. In Runde zehn erwischte es Wilder zum vierten Mal. Sein Gegner witterte die Chance und riss die Arme bereits nach oben, aber Wilder stand noch einmal auf. Eine Runde später musste sich der 35-Jährige jedoch nach einem rechten Haken endgültig geschlagen geben.

Im ersten Duell 2018 hatte sich Fury gegen den damaligen Weltmeister aus den USA trotz klarer Überlegenheit mit einem Unentschieden begnügen müssen, Anfang 2020 entriss er Wilder den WBC-Titel durch technischen K.o. Es war Wilders erste Niederlage in 44 Kämpfen, nach der er Fury beschuldigte, Gewichte in seine Handschuhe geschmuggelt zu haben.

Fury schimpft sich wieder in Rage

Boxing - Tyson Fury v Deontay Wilder - WBC Heavyweight Title - T-Mobile Arena, Las Vegas, Nevada, U.S. - October 9, 2021  Tyson Fury in action against Deontay Wilder REUTERS/Steve Marcus
Deontay Wilder kassierte hart.
© REUTERS, STEVE MARCUS, cpg

Auch vor dem dritten Aufeinandertreffen hatte es zwischen den beiden Kontrahenten gekracht. Fury beschimpfte Wilder (35) als "Penner", "Stück Scheiße" und "Pussy". Selbst der obligatorische Staredown fiel aus. "Nach diesem Kampf wirst du wieder bei der Fast-Food-Kette arbeiten, bei der du zu Beginn deiner Karriere warst", tönte Fury, der sich 2015 mit einem Sieg gegen Wladimir Klitschko erstmals zum Box-Weltmeister gekrönt hatte.

Fury selbst hatte eigentlich zu einem dritten Duell gar nicht mehr antreten wollen, er spekulierte auf den großen Vereinigungskampf mit Anthony Joshua, der kürzlich die übrigen wichtigen WM-Gürtel (WBA, WBO, IBF) an den Ukrainer Alexander Usyk verloren hatte. Erst ein Schiedsgericht zwang Fury zu Duell Nummer drei und verhinderte so den Joshua-Kampf. (tno/sid)