3,5 Bestellungen pro Sekunde

Pizza, Burger, Buddha Bowl: Was bestellen die Deutschen am liebsten?

Sie sind von deutschen Straßen kaum noch wegzudenken: Junge Männer und Frauen in orangenen Jacken mit würfelförmigen Rucksäcken auf dem Rad.
Sie sind von deutschen Straßen kaum noch wegzudenken: Junge Männer und Frauen in orangenen Jacken mit würfelförmigen Rucksäcken auf dem Rad.
© deutsche presse agentur

03. Dezember 2021 - 16:20 Uhr

Lieferando-Report: Das fährt in den orangenen Würfeln mit.

Lange waren Restaurants in der Corona-Pandemie geschlossen, jetzt sind sie nicht mehr für alle zugänglich. Und davon profitieren vor allem die Lieferdienste. Allein Lieferando, der größte deutsche Lieferdienst, hat seit Beginn der Pandemie 47% mehr Bestellungen aufgenommen. Im Schnitt bestellen in jeder Sekunde im Jahr drei Menschen in Deutschland Essen bei Lieferando, insgesamt 112 Millionen Mal. Jetzt gibt der Liefer-Gigant ein Blick hinter die Kulissen. Was, wann und wie lassen sich die Deutschen nach Hause liefern und wie hoch war die teuerste Rechnung?

Der Spitzenreiter, ein Klassiker

Pizza im Karton
Mit Pizza kann man die Deutschen weiterhin glücklich machen. Die italienische Küche ist die meist bestellte bei Lieferando im vergangenen Jahr.
© picture alliance

Sie waren die ersten, die den Weg vom Restaurant aufs heimische Sofa geschafft haben: Pizzen werden schon seit den 1980ern an die Haustür geliefert. Und auch heute ist die italienische Küche, laut Lieferando-Report, mit Pizza und Pasta die beliebteste. Bei den Lieblingsgerichten ist die erfolgreichste Pizza, die Pizza Salami, hingegen nur auf Platz 3. Hier gewinnt der Cheese Burger, gefolgt vom indischen Butter Chicken. Andere Küchen haben im vergangenen Jahr deutlich an Umsatz zugelegt. Die nordafrikanische Küche liegt im Trend. Dabei bestellen die Deutschen vor allem für ein frühes Abendessen und am liebsten an regnerischen Sonntag, Tagen mit Fußball-Höhepunkten oder an Feiertagen, zeigt der Report.

Videotipp: Genuss wie beim Lieblingsitaliener! Wie wird die Pizza zuhause am besten?

Der stärkste Player auf dem Lieferservice-Markt

Lieferando ist seit Jahren aus dem Lieferservice nicht mehr weg zu denken. 2019 fusionierte die Firma des niederländischen Konzerns Takeaway.com in Deutschland mit allen großen Konkurrenten und hatte dadurch fast eine Monopolstellung. Zuletzt kamen neue Konkurrenten hinzu. Insgesamt zählt Lieferando in Deutschland 14 Millionen aktive Kunden, das entspricht einem von sechs Deutschen. Damit auch die 10.000 Mitarbeiter auf dem Rad etwas von dem durch Corona verstärkten Erfolg haben, protestierten diese zuletzt für mehr Geld und bessere Ausstattung.

Lesetipp: Trotz offener Restaurants: Lieferdienst-Boom hält an

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Pizza-Party: Essen für über 1.000 Euro

Die größte Bestellung im Rekordjahr 2021 erreichte den Lieferservice im April. 1.394 Euro bezahlte ein Kunde für seine Rechnung. Ein besonderer Dauerkunde bestellte insgesamt 1.290 Mal in einem Jahr, also umgerechnet mehr als 3 Mal jeden Tag. Die Preise für das schnelle Essen auf dem Sofa sind dabei regional sehr unterschiedlich: Bezahlt man in Bayern für eine Pizza Margaritha knapp 10 Euro, müssen Kunden in Rheinland-Pfalz nur 6,72 Euro blechen. Noch extremer war der Unterschied beim Burger. In Nordrhein-Westfalen kostet der im Schnitt über 13 Euro, im Saarland nur knapp über 5 Euro.

Mehr Vegetarisches und Veganes auf dem Teller

Bunte Lebensmittel in einer veganen Bowl
Der Trend ohne Tierisches: Vegane und vegetarische Produkte sind auch bei Lieferdiensten auf dem Vormarsch.
© iStockphoto, Evgenia_Eliseeva

An den Bestellungen lassen sich weitere Essenstrends ablesen: Die Bestellungen von vegetarischen und veganen Produkten zum Beispiel ist um 75% gestiegen. Dies hängt vor allem mit der Zielgruppe zusammen: Der Großteil der Lieferando-Kunden wohnt in der Stadt und ist unter 55 Jahre alt.