Punk-Hotspot hat sich verlagert

Pinkel-Mauer auf Sylt fällt!

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Seit der Einführung des 9-Euro-Tickets wird Sylt von Punks belagert.
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Als Schutz vor Wildpinklern war vor sieben Wochen am Wilhelminen-Brunnen in Westerland eine Mauer aufgebaut worden. Sie sollte die dort feiernden und trinkenden Punks davon abhalten, in die dahinter liegende Unterführung zu pinkeln und Toilettenpapier hinzuwerfen. Jetzt soll sie wieder abgerissen werden.

Pinkel-Hotspot hat sich verlagert

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Das Protestcamp von Punkern und linken Aktivisten ist auf dem Rathausplatz in Westerland auf Sylt aufgebaut.
www.imago-images.de, IMAGO/Andre Lenthe, IMAGO/Andre Lenthe Fotografie

„Der Auftrag ist erteilt, nach aktuellem Stand wird die Mauer am Donnerstag entfernt“, sagte Gabriele Gotthardt der, Leiterin des Ordnungsamtes auf Sylt auf der Sitzung des Hauptausschusses in Westerland laut shz. Die Verantwortlichen hatten zuletzt vereinbart, das letzte Juli-Wochenende abzuwarten, um „die Lage dann zu bewerten und eine Entscheidung zu treffen“. Grund dafür sei unter anderem, dass sich der Pinkel-Hotspot verlagert hat: Während sich die rund 50 Punks zunächst rund um den Wilhelminen-Brunnen versammelt hatten, schlafen und treffen sie sich seit rund zwei Wochen im Protestcamp gegenüber des Rathauses. Damit sie dort weiter nicht in Gebüsche oder an Straßenränder pinkeln, will die Gemeinde Sylt laut Bericht der shz jetzt auch weitere Dixie-Toiletten aufstellen.

Massive wirtschaftliche Schäden für Geschäftsleute

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Eine Gruppe Punks streift durch Westerland.
alf, dpa, Axel Heimken

Besonders seit Einführung des 9-Euro-Tickets reisten viele Punks auf die Insel und sorgen dort häufig für Ärger.

Viele Geschäftsleute und Gastronomen der beliebten Urlaubsinsel hatten mit Verunreinigungen zu kämpfen. Der Frust und die wirtschaftlichen Schäden waren groß. Deshalb wurde zunächst von der Gemeinde nach massiven Beschwerden von Geschäftsleuten und Gastronomen in der Nähe eines Brunnens in der Wilhelmstraße ein privater Durchgang mit Betonblöcken zugestellt. (kst)