Phytophotodermatitis: Deshalb kann Limettensaft in der Sonne Verbrennungen auslösen

16. Juni 2018 - 18:58 Uhr

Limettensaft auf der Haut kann gefährlich werden

Sonne und Limettensaft klingt eigentlich nach einer tollen Kombination, wenn sich letzterer in einem Cocktail in unserer Hand befindet und wir uns auf einer Liege am Pool. Aber aufgepasst: Wenn etwas Limettensaft auf die Haut gerät und diese dann der Sonne ausgesetzt wird, kann das schnell ziemlich schmerzhaft werden.

Auch Caro Daur leidet an der "Limettenkrankheit"

Der Saft von Zitrusfrüchten zusammen mit UV-Licht macht unsere Haut nämlich extrem lichtempfindlich und führt im schlimmsten Fall zu starken Rötungen, Verbrennungen und Blasenbildung. Das musste auch Influencerin Caro Daur erfahren, die ihre Verletzungen durch die "Limettenkrankheit" bei Instagram zeigte.

Phytophotodermatitis: Chemische Reaktion macht die Haut lichtempfindlich

Dieses Phänomen nennt sich Phytophotodermatitis: Gelangt Saft von Zitrusfrüchten auf die Haut, führt das zu einer chemischen Reaktion, die die Haut extrem lichtempfindlich werden lässt. Wenn sie dann der Sonne ausgesetzt wird, kann es zu starken Reaktionen kommen. Die Symptome reichen von leichten Rötungen über Bläschen bis hin zu Verbrennungen zweiten Grades - je nachdem, wie lange man in der Sonne ist und wie viel Saft auf die Haut gekommen ist. Je blasser die Haut, desto stärker ist meist die Reaktion. Nasse Haut und Schweiß kann die Reaktion ebenfalls verschlimmern. Diese beginnt meist innerhalb von 24 Stunden nach dem Kontakt mit der Sonne und erreicht ihren Höhepunkt nach zwei bis drei Tagen.

Entstehen kann die Phytophotodermatitis nicht nur durch Limetten. Auch andere Zitrusfrüchte, Feigen, Karotten, Sellerie, Fenchel, Pastinaken und Petersilie sowie der Riesenbärenklau (Herkulesstaude) enthalten sogenannte Furocumarine - Stoffe, die die Pflanze zur Abwehr verwendet und die Haut sonnenempfindlicher machen.

Wie lässt sich eine Phytophotodermatitis vermeiden?

Die Phytophotodermatitis führt nach dem Abklingen der Rötungen und Bläschen oft zu einer Hyperpigmentation der Haut. Diese kann etwa mit bleichenden Cremes behandelt werden. Geschieht das nicht, bleiben die betroffenen Stellen möglicherweise dauerhaft hyperpigmentiert oder verblassen nur sehr langsam.

Doch was kann man tun, um eine solche Reaktion zu verhindern? Wer mit Zitrusfrüchten und Co. hantiert und dann in die Sonne will, sollte seine Hände und andere dem Saft ausgesetzte Stellen erst einmal gründlich mit Wasser und Seife reinigen. Das gilt natürlich auch, wenn am Pool ein Schluck des Cocktails daneben geht und auf der Haut landet.