Hammer-Strafe gegen Paul EstermannSpringreiter wegen Tierquälerei für sieben Jahre gesperrt

(190824) -- ROTTERDAM, Aug. 24, 2019 (Xinhua) -- Switzerland s Paul Estermann on Lord Pepsi performs during the FEI Jumping European Championships in Rotterdam, The Netherlands, Aug. 23, 2019. (Xinhua/Sylvia Lederer) (SP)NETHERLANDS-ROTTERDAM-EQUESTRIAN-EUROPEAN CHAMPIONSHIPS PUBLICATIONxNOTxINxCHN
Paul Estermann darf sieben Jahre nicht mehr reiten
Imago Sportfotodienst

Der Pferdesport-Verband greift durch!

Die Karriere von Paul Estermann dürfte nun endgültig vorbei sein. Wegen Tierquälerei ist der Springreiter für sieben Jahre gesperrt worden. Er soll ein Pferd „absichtlich mittelschwer verletzt und ihm starke Schmerzen zugefügt haben“.

Mega-Sperre für Tierquäl-Reiter

Für Estermann ist Schluss mit Reiten. Sieben Jahre darf der Springreiter nicht mehr an Wettkämpfen teilnehmen. Der Schweizerische Verband für Pferdesport (SVPS) sperrte den Luzerner, nachdem er wegen „mehrfacher Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetz“ verureilt worden war. Das teilte der SVPS in einer Pressemitteilung am Donnerstag mit. Der Verband hatte, nachdem die Verurteilung rechtskräftig war, eine Untersuchung eingeleitet.

„Im Rahmen der verbandsrechtlichen Untersuchung wurde Paul Estermann zu einer freiwilligen Befragung eingeladen, worauf der Reiter jedoch verzichtete“, heißt es in der Mitteilung des Verbandes. Für die Sanktionskommission (Sako) „untermauert dies das Verhalten des Reiters, der im gesamten Strafverfahren keine Einsicht und auch keine Reue für seine Taten gezeigt hat“.

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"Krasse Missachtung des Wohlergehens des Pferdes"

Die Sako stufte das Verhalten des Reiters als „absolut inakzeptabel“ ein. Er habe ein Pferd absichtlich mittelschwer verletzt und ihm starke Schmerzen zugefügt, heißt es weiter. Damit habe sich der Reiter „den Richtlinien des Pferdesportverbandes widersetzt“.

Noch deutlicher wurde Sako-Präsident Thomas Räber: „Die Sako erachtet das vorsätzliche, egoistische und aggressive Verhalten des Reiters als eine krasse Missachtung des Wohlergehens des Pferdes.“

Folge: Estermann darf sieben Jahre nicht mehr reiten. Der 59-Jährige kann den Entscheid innerhalb von 20 Tagen beim Verbandsgericht anfechten. (pol)