Angeltour endet im Krankenhaus

Ostsee-Angler fängt giftigsten Fisch Europas und wird gestochen

Ein Petermännchen schwimmt in einem Aquarium. Foto: Wolfgang Runge/dpa/Archivbild
Ein Petermännchen schwimmt in einem Aquarium. Foto: Wolfgang Runge/dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

15. Juni 2021 - 7:20 Uhr

Petermännchen sticht Angler

Die Angeltour eines 37-Jährigen ging am Montagmittag schmerzhaft aus: Südwestlich der Insel Fehmarn zog er einen Fisch aus dem Wasser. Doch als er ihn vom Angelhaken löste, wurde er gestochen. Wegen des giftigen Stichs musste der Mann von der Seenotrettung zur ärztlichen Versorgung nach Heiligenhafen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Bei dem Fisch handelte es sich um ein Petermännchen – eines der giftigsten Tiere Europas.

Seenotrettung muss den Angler abholen

Die Seenotretter eilten mit dem Seenotrettungsboot "Heiligenhafen" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGRzS) aus. Schon während der vier Kilometer langen Rückfahrt sei er medizinisch versorgt worden, teilte die DGRzS mit. Im Kommunalhafen von Heiligenhafen sei der Angler vom Rettungsdienst übernommen und in ein Krankenhaus gebracht worden.

Angler wollte Fisch vom Angelhaken lösen

Zu dem Unfall an Bord eines Angelkutters war es den Angaben zufolge gekommen, als der 37-Jährige versuchte, das Tier von einem Angelhaken zu lösen. Der Stich des Fisches ruft schwere Schmerzen, Schwellungen und in seltenen Fällen Herzrhythmusstörungen hervor.

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Petermännchen: Eines der giftigsten Tiere Europas

Durch die Stärke ihres Giftes gehören Petermännchen zu den gefährlichsten Gifttieren Europas. In nordeuropäischen Gewässern gilt er als einziger Giftfisch. Die 15 bis 40 Zentimeter langen Fische kommen vor allem im Schwarzen Meer, Mittelmeer und an der Atlantikküste bis hoch nach Norwegen vor – und auch immer öfter in Nord- und Ostsee. Giftig sind die Flossenstachel der ersten Rückenflosse und ein Dorn auf dem Kiemendeckel. Vor allem beim Laichen gilt es vorsichtig zu sein: Petermännchen laichen in flachen Küstenabschnitten im Sand – wenn Feinde in die Nähe kommen greifen sie an, anstatt bei Gefahr zu flüchten. (fst)