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Orca-Paar attackiert systematisch Weiße Haie vor Südafrika: Sie fressen das Herz und die Leber

Meeresbiologen mit neuen Erkenntnissen

Sie fressen das Herz und die Leber: Orca-Paar schlachtet systematisch Weiße Haie vor Südafrika

Killerwale jagen Weiße Haie Kampf der Giganten
01:46 min
Kampf der Giganten
Killerwale jagen Weiße Haie

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Wie aus dem Nichts schlagen sie immer wieder zu: die Killerwale vor den Küsten Kapstadts. Seit Jahren werden hier regelmäßig tote Haie angespült, übersät mit tiefen Schnitten. Was zuerst nach dem brutalen Werk illegaler Fischer aussieht, stellt sich bald als Orca-Attacke heraus, verübt von dem immer gleichen, jagenden Orca-Pärchen.

Im Video sehen Sie die ungewöhnliche Geschichte der beiden Killerwale und die Überreste ihrer Opfer.

Den Leichnamen fehlen Herz und Leber

In Südafrika vertreibt und tötet ein Orca-Pärchen Weiße Haie aus ihrem angestammten Lebensraum. Laut einer Studie im „African Journal of Marine Science“, meiden Weiße Haie nun aus Angst das Küstengebiet um Gansbaai, das bislang als eines der legendärsten Gebiete weltweit galt, um die riesigen Raubtiere zu sichten.

Seit 2017 wurden laut der Studie acht Weiße Haie nach einem Orca-Angriff in der Region an Land gespült . Sieben von ihnen fehlte die Leber, bei einigen auch das Herz - Wunden die eindeutig von demselben Orca-Pärchen verübt wurden. Die Forscher vermuten, es habe zudem weitere Weiße Haie getötet, die nicht an Land gespült wurden. Orcas sind weltweit verbreitet und ernähren sich unter anderem von Fischen und Robben.

Die Ergebnisse der 2017 begonnenen Studie deuten darauf hin, dass die Attacken eine schnelle und langfristige Massenvertreibung der Weißen Haie ausgelöst haben. Sichtungen von Weißen Haien seien in Gansbaai seit 2017 „dramatisch zurückgegangen“. Gansbaai liegt in Südafrikas Westkap Provinz. Der Ort zieht Touristen aus aller Welt an, die Weiße Haie von Tauchkäfigen aus sehen möchten.

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Orcas gehören zu einer seltenen, haifressenden Unterart

„Wir beobachten eine großangelegte Vermeidungsstrategie. Je häufiger die Orcas diese Orte besuchen, desto länger bleiben die Weißen Haie fern“, erklärte die Hauptautorin der Studie, Alison Towner. Die Abwesenheit der Weißen Haie sei für die Region beispiellos und verändere das Ökosystem des Meeres, so Towner. Weniger Weiße Haie führten beispielsweise zu einer größeren Anzahl von Kap-Pelzrobben. Dies habe einen negativen Einfluss auf die vom Aussterben bedrohten afrikanischen Pinguine, die von den Robben gejagt werden.

Lese-Tipp: Spektakulär: Orcas liefern sich Verfolgungsjagd mit Fischerboot

Noch unveröffentlichte Daten deuten darauf hin, dass die Präsenz der Orcas, die auch Killerwale genannt werden, in den Küstenregionen Südafrikas weiter zunimmt. Es wird vermutet, das Orca-Pärchen könnte zu einer seltenen, haifressenden Unterart gehören, die mindestens drei Haiarten jagt. Die Verhaltensänderungen im Jagen könnten mit einem Rückgang verschiedener Fischpopulationen zusammenhängen, die bislang die Beute der Orcas gewesen seien, sagte Towner. (dpa/jbü)