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Olympia 2022: Viertes Gold und Rekord! Rodler demontieren die Konkurrenz im Eiskanal - Geisenberger historisch

Rodel-Macht Deutschland

Viertes Gold und Rekord! Rodler gewinnen alles im Eiskanal

Die deutschen Rodler sind einfach nicht zu stoppen. Im Einzel und Doppelsitzer holten sie bereits Gold – jetzt rasten Johannes Ludwig , Natalie Geisenberger und Tobias Wendl/Tobias Arlt gemeinsam im Teamwettbewerb zum Olympiasieg. Es ist die vierte Goldmedaille für die Rodlerinnen und Rodler bei diesen Winterspielen in China. Für Geisenberger die sechste überhaupt. Damit ist sie nun die erfolgreichste deutsche Wintersportlerin der Geschichte – noch vor der Grande Dame des Eisschnelllaufs, Claudia Pechstein. Die Rodel-Show – oben im Video!

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Yanqing deutsches Eis-Pflaster

Das vierte Gold - und Natalie Geisenberger auf dem Thron: Die deutschen Rodler haben durch den Triumph in der Teamstaffel die Winterspiele mit einer perfekten Bilanz abgeschlossen und Geisenberger ein sportliches Denkmal gebaut. Die 34-Jährige ist ab sofort Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympionikin. Gemeinsam mit Johannes Ludwig und den Doppelsitzern Tobias Wendl und Tobias Arlt raste sie vor Österreich und Lettland zum vierten Olympiasieg der Schlittensportler in China.

Geisenberger und auch Wendl/Arlt ließen mit dem jeweils sechsten Olympia-Gold Eisschnellläuferin Claudia Pechstein als bislang beste Deutsche bei Winterspielen hinter sich. An der Spitze des Rankings thront nun allein Geisenberger, für die auch noch Bronze in Vancouver zu Buche steht.

Auch wenn ihr, so versicherte sie mehrfach, derartige Rekorde nichts bedeuten, dokumentiert der historische Erfolg in Yanqing eindrucksvoll ihre Klasse. Rund anderthalb Jahre nach der Geburt ihres Sohnes Leo im Mai 2020 bewies Geisenberger auf der größtmöglichen Bühne, was auch dank großer familiärer Unterstützung möglich ist.

Sieg dank Wendl/Arlt

Den Staffel-Triumph sicherten erst Wendl/Arlt als letzter Schlitten, sie machten einen Rückstand wett, am Ende lag Deutschland 80 Tausendstel vor den starken Österreichern - der Erfolg aber war nur folgerichtig. Zu souverän, zu eindeutig hatten die Deutschen zuvor das Geschehen in China dominiert - am Ende standen vier Siege in vier Rennen.

"Olympia scheint ein bisschen meine Welt zu sein. Meine Karriere hätte auch schlechter laufen können", hatte Geisenberger bereits nach ihrem Triumph im Einzel gesagt. Seit acht Jahren ist sie auf Olympias Bühnen nun ungeschlagen. Ihre olympische Reise könnte sogar noch weitergehen. Zwar seien die Spiele in Mailand/Cortina d'Ampezzo "noch weit weg", einen Start mit dann 38 Jahren schloss Geisenberger aber nicht aus: "Ich schaue von Jahr zu Jahr."

Für die deutschen Rennrodler wäre ein Abschied der Ausnahmeathletin zweifelsohne ein Verlust. Geisenberger steht sinnbildlich für die deutsche Dominanz bei Olympia. Wie schon 2014 in Sotschi gingen alle Goldmedaillen nach Deutschland.

Die zwei Silbermedaillen von Anna Berreiter und dem Doppelsitzer Toni Eggert/Sascha Benecken runden die ausgezeichnete Bilanz ab. Im olympischen Teamwettbewerb, in dem erst zum dritten Mal Medaillen vergeben wurden, bleibt Deutschland ungeschlagen.

Die deutschen Schlitten glitten auch am Donnerstag sicher durch den Eiskanal. Auch die kniffligen Wechsel - durch das Anschlagen eines Touchpads im Ziel öffnet sich oben eine Startschranke - meisterten die Athleten von Norbert Loch problemlos. (sid/msc/mar)