Mihambo erklärt ihren Gold-Sprung

"Das Meditieren hat mir geholfen"

03. August 2021 - 13:54 Uhr

Mihambo "überwältigt und happy"

Malaika Mihambo hat in einem irren Weitsprung-Krimi die siebte Goldmedaille für Team Deutschland geholt. So richtig realisiert hat sie ihren großen Triumph noch nicht, wie sie nach dem Wettkampf verriet. "Ich bin auf der einen Seite überwältigt, aber auch einfach nur happy", sagte die 27-Jährige, die auch ihren Trick für den "harten Wettkampf" verriet. "Das viele Meditieren und Reflektieren hat mir geholfen", so Mihambo. Was sie sich nun für die Leichtathletik und den deutschen Sport wünscht, sehen Sie oben im Video.

Hier sehen Sie Mihambos Gold-Coup

Emotionen brechen in einem Schrei aus ihr heraus

Sieben Stunden zuvor hatte Mihambo die wohl längsten Minuten ihres Sportlerlebens durchlitten. Im finalen Versuch eines echten Thrillers war sie genau auf sieben Meter geflogen, hatte erstmals an diesem Tag die Führung übernommen. Doch die Nigerianerin Ese Brume als zuvor Zweite und die Amerikanerin Brittney Reese als bislang Führende (beide 6,97) hatten noch die Chance zum Konter. Mihambo hockte neben der Grube und hielt sich die Augen zu.

"Das mag ich am wenigsten", sagte Mihambo nach den "wichtigsten sieben Metern meines Lebens", nämlich: "Warten müssen und selber nichts mehr machen können. Das waren schlimme Momente - zumal ich bei dem letzten Sprung auch noch 19 Zentimeter verschenkt hatte."

Als beide Kontrahentinnen ihre Chancen vergeben hatten, gab es für Mihambo kein Halten mehr. Die ganze Erleichterung, dass dieses vermaledeite Jahr, in dem der Weltmeisterin lange wenig gelingen wollte, doch noch zum goldenen Happy End geführt hatte, bündelte sich in einem durchdringenden Schrei. (msc/sid)

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